Bezirkshauptmann klärt auf
Klosterschwestern sorgen für Aufregung

Seniorium Baumgartenberg
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BAUMGARTENBERG, PERG. Die BezirksRundschau erhielt einen anonymen Brief: Darin wird auf den bevorstehenden Einzug von Klosterschwestern aus Salzburg in das Pflegeheim Baumgartenberg, eine Einrichtung des Sozialhilfeverbandes Perg, Bezug genommen. Von insgesamt 25 Schwestern soll rund die Hälfte eine Pflege benötigen. Betont wird im Schreiben, dass Heimplätze an Personen aus dem Bezirk Perg zur Verfügung gestellt werden sollen, wenn schon welche frei seien. Laut Schreiben sollen rund die Hälfte der Plätze in Baumgarenberg frei sein. Zudem wird im Brief kritisiert, dass für die Betreuung nur ein verringerter Betrag bezahlt werden solle, weil nur zwei Heimhilfen notwendig seien. Außerdem werden Kündigungen von Mitarbeitern des Senioriums wegen Unzufriedfenheit angekündigt.

Bezirkshauptmann am Wort

Die BezirksRundschau ersuchte Bezirkshauptmann Werner Kreisl, er ist Obmann des Sozialhilfeverbandes (SHV) Perg, um Informationen zu diesem Thema: „Der Orden der Schwestern vom Guten Hirten richtet seinen neuen Alterswohnsitz für seine Schwestern in Baumgartenberg ein. 32 Schwestern, die früher überwiegend in Baumgartenberg gelebt haben, übersiedeln von Februar bis April 2020 ins Kloster bzw. ins benachbarte Seniorium. Das Seniorium Baumgartenberg mit seinen 76 Pflege- und sechs Tagesbetreuungsplätzen konnte erst durch den Verkauf eines Grundstücks durch die Schwestern vom SHV Perg errichtet und 2015 eröffnet werden. 35 bis 40 Bewohner werden betreut. Weitere Pflegeplätze standen bisher frei, auch weil seit 2018 nur mehr Bewohner ab Pflegestufe 4 aufgenommen werden dürfen.

Senioren-WG für Schwestern

24 freistehende Wohneinheiten in zwei Wohnbereichen des SENIORiums werden zu einer 'Alternativen Wohnform, einer Senioren- Wohngemeinschaft' umgewidmet, um den Schwestern auf privatrechtlicher Basis gegen Übernahme aller anfallenden Kosten den Einzug zu ermöglichen. Zusätzlich wird für jede Schwester ein individuelles Betreuungspaket geschnürt, das dann der Orden auf privatrechtlicher Basis in Auftrag gibt. Verhandelt wird auch mit zwei Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen aus Salzburg, die dort bisher Schwestern betreut haben und diese allenfalls nach Baumgartenberg begleiten wollen.

Hier die Mitteilung von Bezirkshauptmann Mag. Werner Kreisl zu diesem Thema in voller Länge:

Der Orden der Schwestern vom Guten Hirten richtet seinen neuen Alterswohnsitz für seine Schwestern in Baumgartenberg ein. 32 Schwestern, die früher überwiegend in Baumgartenberg gelebt und gewirkt haben, übersiedeln von Februar bis April 2020 ins Kloster bzw. ins benachbarte SENIORium und kehren somit wieder in den Schutz der Klostermauern zurück, nachdem das SENIORium vom SHV Perg 2015 im Klosterareal eröffnet wurde. Sie hauchen damit Kloster, SENIORium und ganz Baumgartenberg und Umgebung neues, auch spirituelles Leben ein.

Auf der Suche nach einem geeigneten Alterswohnsitz für seine Schwestern hat sich der Orden der Schwestern vom Guten Hirten / Provinz Österreich für Baumgartenberg entschieden. 32 Schwestern, die früher überwiegend in Baumgartenberg gelebt und gewirkt haben, werden ab Februar bis April 2020 nach Baumgartenberg übersiedeln. Sie werden teils im Kloster und teils im SENIORium einziehen. „Ich freue mich sehr, dass Baumgartenberg von unserer Kongregationsleitung als neuer Alterswohnsitz unseres Ordens bestimmt wurde und damit unserem Kloster eine besondere Stellung innerhalb unserer Ordensgemeinschaft zukommt“, erzählt die Oberin des Klosters Baumgartenberg, Schwester Michaela Schreiner. „Sowohl unser Kloster wie auch die Umgebung sollen das im positiven Sinne erleben. Außerdem können so jene Mitschwestern, die viele Jahre in Baumgartenberg gelebt und gewirkt haben, wieder in ihre frühere Heimat in den Bezirk Perg zurückkehren.“ Auch Schwester Benedicta Freigaßner, Ehrenbürgerin der Marktgemeinde Baumgartenberg, wird wieder nach Hause nach Baumgartenberg übersiedeln, nachdem sie die letzten Jahre in Salzburg lebte.

Das SENIORium Baumgartenberg mit seinen 76 Pflege- und 6 Tagesbetreuungsplätzen konnte erst durch den Verkauf eines Grundstücks durch die Schwestern innerhalb der Klostermauern vom SHV Perg errichtet und 2015 eröffnet werden. Seither steht es allen Bürgern des Bezirks offen und werden dort 35 bis 40 Bewohner betreut. Weitere Pflegeplätze standen bisher frei, auch weil seit 2018 nur mehr Bewohner ab Pflegestufe 4 im Rahmen der Sozialhilfe in ein Alten- und Pflegeheim aufgenommen werden dürfen. 24 freistehende Wohneinheiten in 2 Wohnbereichen des SENIORiums werden nun zu einer „Alternativen Wohnform in Form einer Senioren- Wohngemeinschaft“ umgewidmet, um den Schwestern auf privatrechtlicher Basis gegen Übernahme aller anfallenden Kosten den Einzug zu ermöglichen. „In der Senioren-WG verfügt jede Ordensfrau über ein eigenes Zimmer mit Dusche und WC, in den Gemeinschaftsräumlichkeiten des Wohnbereiches leben alle zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Die Leistungen des SENIORiums (Küche, Reinigung, Wäscherei, Verwaltung, ...) werden gegen Kostenersatz in Anspruch genommen. Unter Tags steht den Schwestern eine vom Orden finanzierte gemeinsame Betreuungsperson zur Verfügung. Zusätzlich wird für jede einzelne von ihnen, je nach Gesundheitszustand, ein individuelles Betreuungspaket geschnürt, das dann der Orden auf privatrechtlicher Basis in Auftrag gibt“, beschreibt SHV-Obmann Werner Kreisl kurz die neue Senioren-WG. Verhandelt wird derzeit auch mit 2 Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen aus Salzburg, die dort bisher Schwestern betreut haben und diese allenfalls jetzt nach Baumgartenberg begleiten wollen.

„Die wirtschaftliche Führung eines nur teilweise belegten SENIORiums ist eine Herausforderung, dieses Projekt wird den SHV Perg und die Gemeinden wesentlich entlasten“, erklären SHV-Fraktionssprecher Viktor Sigl (VP) und Erich Wahl (SP) Hintergründe zum Vorhaben. „Auch die Bewohner im SENIORium werden von ihren neuen Mitbewohnerinnen und den im Kloster einziehenden Schwestern profitieren. Gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen sind ausdrücklich beidseitiger Wunsch.“ Mit Dechant Konrad Hörmannseder werden derzeit mögliche Seelsorgeleistungen und andere Kooperationsmöglichkeiten besprochen, der nächste Termin ist schon vereinbart. „Unsere gemeinsamen Bemühungen mit dem SHV und dem Orden sollen sowohl im SENIORium wie auch im Seelsorgeraum Machland spürbar sein und diesen entsprechend aufwerten. Gemeinsam können wir viel erreichen und uns gegenseitigen befruchten“, denkt Dechant Hörmannseder auch an mögliche Benefits für die umliegenden Pfarren. Zu guter Letzt wird die Marktgemeinde Baumgartenberg auch finanziell profitieren. Ertragsanteile und damit die wichtigsten Einnahmequellen einer Gemeinde werden nach Bewohnern verteilt. Regelmäßige Mehreinnahmen in der Gemeindekasse sind die Folge."

Autor:

Robert Zinterhof aus Perg

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