08.02.2017, 08:00 Uhr

Gesundheitliche Risken vorsorglich abklären

(Foto: Fotolia/N-Media-Images)
PERG. Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen in Österreich. Deshalb ist eine Früherkennung von enormer Bedeutung. Eine umfangreiche Vorsorgeuntersuchung kann Aufschluss über die eigene Gesundheit und die zu erwartenden Risken bringen. Zu viel sollte man trotzdem nicht erwarten. "Häufig ist der Patient der Meinung, dass alles untersucht wird. Dies ist nicht der Fall und führt oft zu Missverständnissen", so der Perger Allgemeinmediziner Erwin Schatz. Zu den Leistungsbereichen der Gesundenuntersuchung, wie die Vorsorgeuntersuchung im allgemeinen Sprachgebrauch genannt wird, gehören neben der Prävention von Parodontal- und Alterserkrankungen auch eine Analyse des Suchtmittelverhaltens, eine Blutabnahme und eine Harnprobe. Außerdem werden Größe und Gewicht des Patienten ermittelt und der Blutdruck gemessen. Ab dem 50. Lebensjahr beinhaltet das Vorsorgeprogramm auch eine Dickdarmspiegelung zur Darmkrebsfrüherkennunng. Zusätzlich wird Frauen ab dem 18. Lebensjahr ein PAP-Abstrich (Krebsabstrich) zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs empfohlen. Zwischen 45 und 69 Jahren können Frauen alle 24 Monate im Rahmen der Sozialversicherung eine Mammographie-Untersuchung in Anspruch nehmen. Der Ablauf einer Vorsorgeuntersuchung sieht zwei Termine mit einer Dauer von jeweils einer Stunde vor. Beim ersten Termin werden alle notwendigen Untersuchungen durchgeführt. Der Zweite beinhaltet die Befundbesprechung und ein patientenorientiertes Gespräch.

Untersuchung für jedermann

Grundsätzlich dürfen sich alle Personen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr mit Wohnsitz in Österreich einmal jährlich kostenlos vorsorglich untersuchen lassen. Eine Zielgruppe gibt es nicht. "Es gibt niemanden, bei dem eine Untersuchung keinen Sinn machen würde", so Schatz. Auch eine optimale Inanspruchnahme existiert nicht. "Die Notwendigkeit hängt vom Risikoprofil des Patienten ab. Das Vorhaben sollte individuell mit dem Hausarzt abgeklärt werden." Durchgeführt werden Vorsorgeuntersuchungen von Hausärzten sowie von Fachärzten für Innere Medizin und Lungenheilkunde. Der jeweilige Arzt muss jedoch eine Genehmigung der Sozialversicherungsträger vorweisen können.
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