30.09.2016, 20:30 Uhr

Frauenberatung Perg feierte ihren zehnten Geburtstag

Von Sonja Ablinger gabs keine Festrede, sondern eine feste Rede

PERG (up). Mit einem Fest im KulturZeughaus feierte die Frauenberatung Perg am Donnerstag ihr zehnjähriges Bestehen. Die Einrichtung versteht sich als überparteiliche Anlaufstelle für Frauen aller Alters- und Berufsgruppen, egal welcher Herkunft. Obfrau und Initiatorin Gerti Jahn bedankte sich nicht beim Team Gabi Schauer und Heidi Wabro sowie Vorgängerin Waltraud Aichinger, sondern auch bei vielen Wegbegleiterinnen, Förderern und Kooperationspartnern. Knapp 1200 Frauen wurden in den zehn Jahren beraten und begleitet, jüngstes Projekt ist die Frauenübergangwohnung in Perg gemeinsam mit dem SHV, der Stadt und dem Sozialressort des Landes.

Sonja Ablinger, Vorsitzende des Gewaltschutzzentrums, war gebeten worden, die Festrede zu halten. Jedoch: "Mir ist nicht nach einer Festrede, sondern nach einer festen Rede. Es gibt derzeit einen Backlash, die Stimmung im Land ändert sich. Der Sozialstaat wird in Frage gestellt, wird abgebaut. Zu Lasten der Frauen, die dann als sozialer Airbag unbezahlt Aufgaben wie Pflege übernehmen. Auch wenn der Kampf um Frauenrecht manchmal erschöpfend ist: Widerstand ist wichtig. Wir dürfen unter keinen Umständen davon abweichen."

Unter den Gästen:
Landesrätin Birgit Gerstorfer, Vizebürgermeisterin Gudrun Leitner aus Mauthausen, Bgm Josef Hiesböck aus Arbing, gleichzeitig Vizepolizeichef des Bezirks, Bgm Erich Wahl aus St. Georgen an der Gusen, die Vorstandsmitglieder Sabine Schatz, Martina Eigner und Gerti Schober, Gerti und Franz Baumann, Musikerin Lucia Derndorfer und ihre "Begleiterscheinungen", Stadträtin Gabi Jungwirth, Christa Hochgatterer vom AMS Perg, Kurt Punzenberger von der AK Perg, Hans Wegerer von der GKK Perg, Kurt Bodingbauer vom Bezirksgericht, Pflichtschulinspektorin Burgi Astleitner, Doro Dorfbauer von der Sozialplattform, Hermann Walchshofer von der Männerberatung OÖ und viele mehr.
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