Wildbach- und Lawinenverbauung in Niederösterreich
Schutz vor Naturgefahren: Knapp elf Millionen wurden 2019 investiert

Hochwasserschutz am Loitzenbach in der Gemeinde Rabenstein an der Pielach
  • Hochwasserschutz am Loitzenbach in der Gemeinde Rabenstein an der Pielach
  • Foto: WLV
  • hochgeladen von Tanja Handlfinger

Wildbach- und Lawinenverbauung in Niederösterreich – Bilanz 2019.

PIELACHTAL/NÖ. Im Jahr 2019 wurden in Niederösterreich zum nachhaltigen Schutz der Bevölkerung vor Naturgefahren an Wildbächen und Lawinen knapp elf Millionen Euro investiert.

Schutzmaßnahmen in 80 Gemeinden

Damit konnten Schutzmaßnahmen in 80 Gemeinden durchgeführt werden. Sektionsleiter Christian Amberger betont, dass gerade diese breite Streuung der eingesetzten Mittel eine gelebte Förderung des ländlichen Raumes darstellt, der überwiegende Teil der Investitionen kommt lokalen und regionalen Betrieben und der dahinter liegenden Wertschöpfungskette zu gute. Auch das Eigenregiepersonal der Wildbachverbauung ist durchwegs aus strukturschwächeren ländlichen Gegenden, denen krisensichere Arbeitsplätze geboten werden.

Umsatzstärkste Projekt war heuer in Rabenstein an der Pielach

Das umsatzstärkste Projekt war heuer der Loitzenbach in Rabenstein an der Pielach, wo die gesamte Unterlaufregulierung errichtet werden konnte. Der Loitzenbach ist auch ein wichtiger Naherholungsraum im Zentrum von Rabenstein, Teile des Gerinnes wurden schon so gestaltet, dass der Bach für die Bevölkerung wieder erlebbar und begehbar ist.
Am Mödlingbach in der Gemeinde Wienerwald wurde das Hochwasserrückhaltebecken zum Schutz der Ortschaften Stangau und Sulz errichtet.
Im Tiefenbach in den Gemeinen Krumbach und Lichtenegg konnte die dringende Absicherung der schon mehrmals von Hochwässern in Mitleidenschaft gezogenen Wohnhäuser und eines Gewerbebetriebes fertig gestellt werden.
Weiters konnte durch die Regulierung der Zubringergerinne die Hinterlandentwässerung des Donauhochwasserschutzes von Marbach weitgehend fertig gestellt werden und der Haglergraben in St. Valentin endgültig hochwassersicher gemacht werden.

Ausblick auf 2020

Auch der Ausblick auf das Jahr 2020 ist ein Positiver. Nach intensiven Planungsarbeiten kann endlich der umfassende Hochwasserschutz am Prollingbach in Ybbsitz gestartet werden.
In den Startlöchern steht auch das Projekt am Tannenbach in Weinburg. Beim größten Arbeitgeber des oberen Pielachtales, dem Gewerbebetriebes Constantia Teich in Weinburg kam es im Juli 2016 zu schweren Überflutungen und zu einem Schaden in Millionenhöhe und zur Zerstörung der Gemeindestraße.
Weiters sollen der Hochwasserschutz des Sulzbaches im Ortszentrum von Türnitz und der erste Bauabschnitt für den umfassenden Schutz der Gemeinde Pyhra realisiert werden.
Besonderen Dank spricht Sektionsleiter Christian Amberger den Projektspartnern, allen voran dem Land Niederösterreich, unseren Interessentengemeinden und natürlich den Einsatzorganisationen wie den vielen Freiwilligen Feuerwehren, die bei Naturkatastrophen verlässlich und unverzüglich die wichtigen Erstmaßnahmen setzen, aus.

Factbox Wildbach- und Lawinenverbauung in Niederösterreich

338 Gemeinden mit Wildbächen und/oder Lawinen, für alle wurde bereits ein Gefahrenzonenplan erstellt.
Rund 2.200 Einzugsgebiete von Wildbächen und Lawinen
21.000 Schutzbauwerke gegen Wildbäche, Lawinen, Steinschläge und Rutschungen
2.600 erfasste und dokumentierte Schadereignisse
110 Mio. € Investitionen in den Schutz vor Naturgefahren in den Jahren 2010-2019

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