Romantik pur
Radstadt erlebte eine Überraschungshochzeit am Rossbrand
- Die standesamtliche Trauung auf dem Gipfel.
- Foto: hochzeitsbildl.at
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Was für viele vielleicht wie eine Geschichte aus einem Märchen klingen mag, wurde für eine junge Frau aus Radstadt vor wenigen Wochen Realität: Sie heiratete ihren langjährigen Partner: Und das, obwohl sie nicht einmal vom Termin der Hochzeit gewusst hat. Der Bräutigam plante den Antrag und die Hochzeit bereits ein halbes Jahr im Voraus für denselben Tag.
RADSTADT. Radstadt hat im Juli eine Geschichte erlebt, die für viel Gesprächsstoff im Ort sorgt: Eine Überraschungshochzeit, wie man sie noch selten gesehen hat. Der Salzburger Michael Huber organisierte für seine langjährige Freundin Margit aus Radstadt einen Heiratsantrag und zusätzlich dazu auch noch die Hochzeit am selben Tag.
Planungen begannen im Februar
"Ich wusste, wenn ich etwas mache, dann muss es etwas Besonderes sein, was es so noch nicht gegeben hat. Daher wollte ich es mit der Überrschungshochzeit probieren", erzählt Michael Huber im Gespräch mit MeinBezirk. Deshalb hat er im Februar mit den Vorbereitungen für den besonderen Tag begonnen. Dazu gehörte auch die Frage, ob so eine Hochzeit rechtlich überhaupt erlaubt sei. Eine Standesbeamtin bestätigte ihm, dass dies möglich sei. Der Ort der Hochzeit, nämlich der Gipfel des Rossbrand in Radstadt, stand ebenfalls bald fest, nachdem seine Frau ihm einmal erzählt hatte, dass sie gerne in der Natur heiraten möchte.
- Schmuck und andere Accessoires wurden im vorhinein vorbereitet.
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Monatelang plante er daraufhin mit den drei Schwestern seiner Frau heimlich jedes Detail: von den rund 100 geladenen Gästen über die Dekoration bis hin zu Musik und Fotografen.
Brautkleid unwissentlich selbst ausgesucht
Natürlich darf bei einer Hochzeit auch ein Brautkleid nicht fehlen. Doch wie bekommt man das perfekte Kleid, ohne dass die Braut es mitbekommt? "Ich hatte den Vorteil, dass die Schwester meiner Frau im September heiratet. Daher sind sie mit dem Vorwand zum Brautmodengeschäft gefahren, dass sie für die Schwester das Kleid brauchen. Sie haben dann gesagt, dass jede der Schwestern einmal in ein Kleid schlüpfen soll. Dann hat sie die magischen Worte gesagt, dass wenn sie einmal heiraten würde, genau das ihr Kleid sein soll", erklärt Michael Huber mit einem Schmunzeln. Zu dieser Zeit habe er auch einmal kurz gezweifelt, ob sie denn nicht schon wüsste, was ihr Mann im Schilde führt.
- Beim verregneten Aufstieg zum Rossbrand ahnte die Braut in spe noch nichts von ihrem Glück.
- Foto: Michael Huber
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Der große Tag, der 26. Juli, begann dann recht unscheinbar: Gemeinsam machte sich das Paar auf zu einer Wanderung im Regen auf den Rossbrand. Freundin Margit war kurz skeptisch, ob sie denn wirklich gehen wollen, aber Michael Huber überzeugte sie vom Aufstieg. Oben angekommen wurde das Wetter dann besser, er ging auf die Knie. Dann stellte er die Frage aller Fragen und sie sagte „Ja“.
- Oben am Gipfel folgte der Antrag.
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Mysteriöser Umschlag
Damit nicht genug, überreichte er ihr einen Umschlag mit einem Brief. Darin war die Frage, ob die Hochzeit noch am selben Tag stattfinden sollte, was aus Sicht des Bräutigams Gott sei Dank wiederum mit "Ja" beantwortet wurde.
- Verdutzt liest sie einen mysteriösen Brief.
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Zusätzlich entpuppten sich zwei Fotografen, die die Braut eigentlich zuerst für Landschaftsfotografen gehalten hatte, als ihre Hochzeitsfotografen. "Mir waren die Fotografen zuerst schon ein wenig suspekt. Weil ich aber aus Erfahrung weiß, dass es schon sehr oft vorkommt, dass einige Menschen vom Rossbrand-Gipfel den Dachstein und die Umgebung fotografieren, habe ich noch keinen Verdacht geschöpft", erzählt Braut Margit.
Erst als sie die Frage bejahte, weihte sie Ehemann Michael in seinen Plan ein, dass alles bereits vorbereitet war. In zwei Räumen in der Hütte auf dem Rossbrand konnten sich die beiden dann auf die anschließende Trauung vorbereiten. Eine Friseurin, eine Kosmetikerin und das Brautkleid warteten bereits. Zudem trafen bereits immer mehr der rund 100 eingeladenen Hochzeitsgäste ein und gratulierten dem Paar.
- Plötzlich waren auch schon die ersten Gratulanten vor Ort.
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Die Trauung mit der Standesbeamtin und den Gästen fand anschließend direkt am Berg statt – umgeben von Natur, Nebel. Danach ging es zum Feiern ins Hotel Post in Radstadt.
Braut hat wirklich nichts gewusst
Doch wie schafft man es, dass man selbst und rund 100 Gäste wirklich nichts von diesem Plan der Braut preisgeben? "Ich habe jede und jeden persönlich darauf eingeschworen, dass sie Margit wirklich rein gar nichts davon sagen dürfen. Sonst wäre die ganze Überraschung dahin gewesen. Vor allem für ihre Freundinnen war das sehr schwer. Daher haben sie auch teilweise den Kontakt zu Margit abbrechen müssen", blickt Michael Huber zurück.
- Die gesamte Hochzeitsgesellschaft war bereits eingeweiht, nur die Braut nicht.
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Auch Frau Margit bestätigt, dass sie bis zum eigentlichen Moment wirklich nichts davon geahnt hat. "Ich habe mich zwar schon gewundert, warum mich meine Freundinnen und Freunde blockieren, aber ich habe mir das damit erklärt, dass sie studieren und selbst sehr viel mit ihrer eigenen Familie beschäftigt sind." Damit war die Überraschung vollends gelungen. Für Margit und Michael war es ein Tag voller Überraschungen und unvergesslicher Momente, und für Radstadt eine Liebesgeschichte, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.
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