Werfenweng
E-Bike-Weltmeister Brandauer will Titel heuer verteidigen

Alois Brandauer trainiert auch im Winter am Bike, wenn es die Witterung zulässt. Ansonsten hält sich der Werfenwenger mit Laufen und Skitourengehen fit, bis er sein neues E-Bike auf Herz und Nieren testet.
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  • Alois Brandauer trainiert auch im Winter am Bike, wenn es die Witterung zulässt. Ansonsten hält sich der Werfenwenger mit Laufen und Skitourengehen fit, bis er sein neues E-Bike auf Herz und Nieren testet.
  • Foto: Brandauer
  • hochgeladen von Alexander Holzmann

E-Biker Alois Brandauer aus Werfenweng bereitet sich auf seine dritte WM-Teilnahme vor.

WERFENWENG (aho). Der zweifache E-Mountainbike-Amateurweltmeister Alois Brandauer hat sich für eine erneute Teilnahme an der E-Bike-WM entschieden. Zwar wollte er nach zwei Siegen im Osttiroler Sillian nicht mehr antreten, die neue Streckenführung in Ischgl stimmte ihn aber um.

Neue Strecke, neues Glück

Herausfordernd ist die Aufgabe für den Werfenwenger allemal, denn diesmal wird die WM kein reines Bergrennen sein. "Im Gegensatz zu den letzten beiden Bergfahr-Bewerben handelt es sich heuer um einen 24 Kilometer langen Rundkurs", erzählt Brandauer. Dabei sind auf zwölf Kilometern 1.000 Höhenmeter zu bezwingen, ehe es in die sechs Kilometer lange Downhill-Strecke und schließlich über sechs Kilometer Asphaltstraße wieder zum Start-Ziel-Bereich geht.

Das E-Bike neu entdeckt

Brandauers sportlicher Ursprung liegt mehr als 30 Jahre zurück. Er war damals eines der ersten Mitglieder im Aufi&Owi-Sportclub St. Johann, trainierte viel und absolvierte als erstes Rennen den amadé Radmarathon. "Die Top-Ergebnisse im Team haben uns motiviert, weiterzumachen. Meine Spezialdisziplinen waren Bergfahren und Cross Country", erzählt Brandauer, der den Spitznamen "der Steher" verpasst bekam, weil er alles im Stehen gefahren ist. Als ihm später als gesponserter Fahrer der Leistungsdruck zu viel wurde, legte er das Rad jahrelang beiseite. "Erst im Alter von 50 Jahren hab ich mir wieder einmal das Bike geschnappt und bin meine Lieblingsstrecke gefahren", schildert Brandauer. Das E-Bike war ihm anfangs nicht geheuer: "Meine Einstellung war: 'Bevor ich mir ein E-Bike kaufe, lasse ich das Mountainbiken.' Aber das ist Blödsinn. Das E-Bike ermöglicht so vielseitige sportliche Aktivitäten", strahlt Brandauer, der mit dem E-Bike wieder Rennen gewagt und auf Anhieb gewonnen hat.

Als Analytiker zum Sieg

"Viele Sportler haben mich angesprochen, warum man sich das mit 59 Jahren noch antut. Aber es ist die Leidenschaft zu dieser Sportart, die mich in die Natur holt, die ich liebe, und es ist die Herausforderung, die ich brauche."

Zur ersten E-Bike-WM kam er über seine Schwester und meldete sich kurzfristig an. "Ich bin ein Analytiker und muss mir die Strecke einprägen", sagt Brandauer, der die Strecke in Osttirol inspizierte und dann zuhause am Bischling trainierte. Mit Erfolg: Beim ersten Antreten sicherte sich der Werfenwenger prompt den Sieg und konnte ihn beim zweiten Antreten auch verteidigen.
"Der heurige Kurs verlangt ganz andere Trainingseinheiten", sagt Brandauer, der sein neues All Mountain Enduro E-Bike speziell an die WM-Strecke 2020 anpassen ließ. "Das bedeutet für mich, in jeder vorgegebenen Disziplin die doppelte Einheit auf Zeit zu fahren, also mindestens 48 Kilometer gesamt und das dreimal pro Woche." In Werfenweng hält sich Brandauer im Winter mit Tourengehen und Laufen fit. "Ab April werde ich dann das neue E-Bike auf Herz und Nieren testen. Im Mai starten wir noch eine achttägige Ausdauer-Tour mit dem Mountainbike von Obertauern Richtung Italien, Frankreich nach Spanien. Ich hoffe, damit gut vorbereitet zu sein, und freue mich schon riesig auf die WM in Ischgl."

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