Region Mauerbach
So legst du deine eigene Kräuterspirale im Garten an
- Kräuterpädagogin Michaela Hörl freut sich, dass Familie Kizska durch sie ihre eigene Kräuterspirale im Garten angelegt hat.
- Foto: Lauren Fahrenberger / MeinBezirk
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Sie sind die heimlichen Stars im Garten. Kräuter duften nicht nur gut und verfeinern unser Essen, sondern sind wertvoller Lebensraum, etwa für Wildbienen und Schmetterlinge. MeinBezirk hat gemeinsam mit Kräuter-Expertin Michaela Hörl das Paradebeispiel einer Kräuterspirale von Familie Kiszka in Mauerbach besucht.
MAUERBACH. Wer Oregano, Thymian oder Minze selbst anbaut, erntet mehr als Geschmack. So kann Rosmarin etwa die Konzentration fördern oder Salbei das Immunsystem unterstützen. Wer eigene Kräuter anbaut, kommt auch wesentlich günstiger als mit jenen, meist in Plastik verpackten, aus dem Supermarkt. Doch wie legt man so ein Paradies für Kräuter an?
Das weiß Esther Kiszka aus der Region Mauerbach. Sie hat die Kräuterkunde in ihrer Schwangerschaft für sich entdeckt, als sie gegen Zahnschmerzen Salbei kaute und bei Kopfweh Pfefferminzöl verwendete, weil sie keine Medikamente nehmen konnte. "Mich fasziniert, dass man mit der Natur Schmerzen wegbekommt. Um mich selbst versorgen zu können, habe ich eine Kräuterspirale angelegt – nach dem inspirierenden Kräuterspaziergang in der Kartause mit Michaela Hörl", erzählt Kizka.
Aufbau einer Kräuterspirale
Im ersten Schritt hat sich die zweifache Mama eine Skizze gefertigt und die Pflanzen nach ihrer Liebe zur Trockenheit oder Feuchtigkeit sortiert. Daraus ergaben sich drei "Pflanzenzonen" (siehe Foto).
- Die Skizze von Esther Kiszka für ihre Kräuterspirale.
- Foto: Lauren Fahrenberger / MeinBezirk
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Dementsprechend ist das Kräuterbeet aufgebaut. Am Fuße der Spirale ist ein Bottich mit Wasser vergraben, aus dem mehrere Hanfschnüre in die erste Zone des Beets reichen, so bleibt die Erde feucht. Und Schnittlauch, Kapuzinerkresse, Melisse und alles, was es feucht mag, fühlen sich hier richtig wohl. Danach kommen etwa Oregano, Pfefferminze und Ysop, die brauchen es nicht so nass.
- Je weiter oben die Pflanze, desto trockener mag sie es.
- Foto: Lauren Fahrenberger / MeinBezirk
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In der dritten Zone, ganz oben, werden die Kräuter in ein Sand-Erden-Gemisch gesetzt, damit es Thymian, Lavendel und Salbei trockener und kalkig haben.
Weitere Tipps fürs Kräuterbeet
Tipp 1: Um kein Unkraut in die Kräuterspirale zu lassen, hat Kiszka zuallererst ein Vlies gelegt, darauf kam feiner Splitt und danach erst die Erde, die sie innerhalb der Ziegelstein-Spirale verteilt hat.
- Der "Rohbau" der Kräuterspirale: der Wasser-Bottich am Fuße, die Hanfseile, die sich in das Beet ziehen und das schwarze Unkraut-Vlies.
- Foto: Esther Kiszka
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Tipp 2: Studentenblumen wachsen auch im Kräuterbeet, die sollen die Schnecken von den Kräutern weghalten. Interessanterweise werden sie bei der Mauerbacherin allerdings selbst gefressen – Hauptsache der Rest bleibt verschont.
- Die fertige Kräuterspirale.
- Foto: Lauren Fahrenberger / MeinBezirk
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Tipp 3: Wer noch wenig Erfahrung mit Kräutern hat, kann zuerst einmal mit unkomplizierten Gewächsen starten, wie Schnittlauch, Liebstöckel, Melissen- und Minz-Arten. Aber Achtung, Melisse und Minze verbreiten sich recht schnell. Dagegen hilft aber eine Wurzelsperre im Beet. So wird die Kräuterspirale zu einem langjährigen Versorger für Mensch und Tier.
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