17.06.2016, 07:18 Uhr

Gablitzer Gemeinderat fordert optimale Bildungschancen und Bildungspolitik

Bildungsreferentin Manuela Dundler-Strasser und Bgm. Michael Cech freuen sich über die Gemeinderatsresolution
In der Gemeinderatssitzung am 16. Juni legte der Gemeinderat der Marktgemeinde Gablitz ein klares Bekenntnis zum Wert der Bildung ab und stellt Forderungen an die verantwortlichen Mitglieder der Bundesregierung.

ÖVP Gablitz und SPÖ Gablitz legten einen Dringlichkeitsantrag zur Diskussion und Abstimmung vor.

Bgm. Michael Cech: „Wir sehen die Dringlichkeit, weil außer Lippenbekenntnissen in der Bildungspolitik wenig bewegt wird. Optimale Bildung ist aber die Basis für die erfolgreiche Entwicklung der Kinder, aber auch der Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Wer hier weiter wartet verspielt wichtige Zukunftschancen.
Darum freue ich mich sehr, dass unser Antrag von fast allen Mitgliedern des Gemeinderates unterstützt wurde. Lediglich Frau Fritzi Weiss von den Grünen hat den Antrag zur Verwunderung der anderen nicht unterstützt, auch ein deutliches Zeichen.“

Die beschlossene Resolution des Gablitzer Gemeinderates im genauen Wortlaut:

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Bildungspolitik muss größtmögliche Chancen für die Kinder ermöglichen

An
Herrn Bundeskanzler Dr. Christian Kern
Herrn Vizekanzler Dr. Reinhold Mitterlehner
Frau Bundesministerin Dr. Sonja Hammerschmid

Für die persönliche wie berufliche Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen ist ein optimales Bildungssystem unbedingte Voraussetzung.
Als Marktgemeinde Gablitz leisten wir für dieses Bildungssystem unser Möglichstes, mit der Einrichtung der Kleinkindergruppe für Kinder ab einem Jahr, den 8 Gruppen in den Kindergärten sowie der Gablitzer Volksschule, die wir mit modernsten Geräten ausstatten und sehr eng mit der Direktion, dem Elternverein und dem Lehrkörper zusammenarbeiten um ein bestmögliches Umfeld zum Lernen zu bieten.

Grundvoraussetzung für ein optimales Bildungssystem ist jedoch eine Bildungspolitik, die fern von Parteiideologien die besten Modelle für die Kinder umsetzt, die über den „Tellerrand blickt“ und auch von erfolgreichen Systemen anderer Länder lernt.
Größtmögliche Offenheit für Veränderungen unter Einbindung der betroffenen Schüler/Innen, Lehrer/Innen und Elternvertreter/Innen ist aus unserer Sicht Grundvoraussetzung.

Die Erfahrung in Unternehmen mit Schulabgängerinnen und Schulabgängern zeigt immer öfter, dass das Bildungssystem in unserem Land eben nicht die optimalen Bedingungen bietet um später erfolgreich in das Berufsleben einsteigen zu können. Das muss so rasch als möglich geändert werden.
Der Gemeinderat der Marktgemeinde Gablitz fordert die verantwortlichen Vertreterinnen und Vertreter in der Österreichischen Bundesregierung dazu auf, sehr rasch an Lösungen zu arbeiten und diese auch umzusetzen.

Über parteipolitische Grenzen und über bisher verfestigte Dogmen. Insbesondere sind den Schulen die größtmöglichen Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume einzuräumen, es sind ausreichende und bestgeeignete personelle wie räumliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Insbesondere ist aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation sicherzustellen, dass eine bestmögliche Integration durch ausreichende Vermittlung der Deutschkenntnisse sichergestellt wird.

Wir ersuchen Sie, als die verantwortlichen Entscheidungsträger, den „Neustart“ der Österreichischen Bundesregierung dazu zu nützen, um das Thema Bildungsreform aktiv und zielstrebig anzugehen und umzusetzen.
Als Gemeinde leisten wir gerne unseren Beitrag und statten unsere Bildungseinrichtungen in unserer Gemeinde bestmöglich aus. Wir benötigen aber die besten bildungspolitischen Rahmenbedingungen, nur das ist Voraussetzung für die positive Entwicklung unserer Kinder und damit die langfristige positive Entwicklung unseres Landes und Stärkung unserer internationalen Wettbewerbsfähigkeit.

Bgm. Michael W. Cech
für den Gemeinderat der Marktgemeinde Gablitz
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