Ab 3. August
Sanierungsarbeiten an der Lechaschauer Lechbrücke starten
- Die Bauarbeiten an der Lechaschauer Lechbrücke starten am 3. August und werden mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
- Foto: MeinBezirk/Reichel
- hochgeladen von Evelyn Hartman
Auf der Lechaschauer Lechbrücke beginnen am Montag, 3. August, dringend notwendige Sanierungsarbeiten. Verkehrsteilnehmer müssen in den kommenden Wochen mit Einschränkungen rechnen. Während der Bauarbeiten ist die Brücke tagsüber nur eingeschränkt befahrbar.
LECHASCHAU (red). Die Lechaschauer Lechbrücke ist eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen zwischen dem Lechtal und der Bezirkshauptstadt Reutte. Täglich passieren rund 20.000 bis 25.000 Fahrzeuge das Bauwerk. Um die Verkehrssicherheit langfristig zu gewährleisten, werden nun Teile der Tragwerksabdichtung, der Abdichtungsentwässerung sowie der Fahrbahnübergang saniert. Dafür muss während der Arbeiten eine Fahrspur gesperrt werden.
Verkehrsführung während der Bauzeit
Von Montag bis Freitag ist die Brücke jeweils zwischen 7 und 19 Uhr nur in Fahrtrichtung Reutte befahrbar. Der Verkehr in Richtung Lechaschau wird über die L 260 Ehenbichler Straße, die Riedener Lechbrücke und die B 198 Lechtalstraße umgeleitet. Eine entsprechende Beschilderung wird eingerichtet. Der Fuß- und Radverkehr ist von den Einschränkungen ausgenommen. Außerhalb der Arbeitszeiten kann die Brücke in beide Richtungen befahren werden. Der Verkehr wird dann einspurig mittels Ampel geregelt.
Fertigstellung bis Schulbeginn geplant
Die Bauarbeiten werden voraussichtlich mehrere Wochen dauern. Nach derzeitiger Planung soll die Sanierung rechtzeitig vor Beginn des neuen Schuljahres abgeschlossen sein. Voraussetzung dafür ist eine günstige Witterung, da die Arbeiten nur bei entsprechenden Wetterbedingungen durchgeführt werden können.
Zur Sache: Brücke mit langer Geschichte
Die Lechaschauer Lechbrücke verbindet seit Jahrhunderten die beiden Lechufer und zählt zu den bedeutendsten Verkehrsübergängen im Außerfern. Bereits die Kelten nutzten den Übergang als Handelsweg. Gebaut wurde die Brücke von drei einheimischen Männern namens Martin Schilling, Siegfried Tiefenbronn und Heinz Scheiber in den Jahren 1485 bis 1464. Für den Bau waren mehr als 200 Baumstämme notwendig. Die Lechbrücke und die neue Straße vermittelten nun über 300 Jahre lang den Verkehr zwischen Italien und Schwaben und von etwa 1550 an auch die Salzlieferungen von Hall nach den Vorlanden. Dadurch erfuhr das wirtschaftliche Leben im Dorf einen bedeutenden Aufschwung. Von Zeit zu Zeit musste die Lechbrücke durch neue Lärchenbalken und Pfeiler gesichert werden. Ein vollständiger Neubau erfolgte im Jahr 1801. Diese Brücke wurde wiederum nach 125 Jahren durch eine Stahlbetonbrücke ersetzt. Diese wurde von Herbst 1925 bis Herbst 1926 erbaut und am 12. Juni 1927 dem öffentlichen Verkehr übergeben. Mit einer lichten Weite von 112,70 Metern und einer Fahrbahnbreite von 5 Metern galt die Brücke damals als die längste Straßenbrücke Tirols.
Am 29. April 1945 wurde die Lechbrücke von der sich zurückziehenden Wehrmacht gesprengt und 1946 wieder vollkommen instand gesetzt. Nachdem die Lechbrücke das Verkehrsaufkommen nicht mehr bewältigen konnte, wurde diese Brücke abgetragen und in den Jahren 1991 bis 1993 neu errichtet.
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