03.04.2017, 01:14 Uhr

Besucherrekord bei MINI MED

Moderator, BGM Wolfgang Winkler, Prim. Dr. Thomas Thurner, OA Dr. Soheyr AL-Sarraf, OA Dr. Christian Druml

Arthrose und ihre Behandlung

Breitenwang (hev) Mit Prim. Dr. Thomas Thurner, OA Dr. Christian Druml und OA Dr. Soheyr AL-Sarraf von der Unfallchirurgie des BKH Reutte bot MINI MED ein hochkarätiges Referententeam. Der Saal im VZ Breitenwang war bis auf den letzten Platz mit 272 StudentInnen gefüllt, sogar ein eigener Fanclub der "Unfallchirurgie BKH Reutte" war dabei. Während Dr. AL-Sarraf über die Arthrose im Allgemeinen, deren Entstehung, Krankheitsbild und Verlauf aufklärte, berichtete Dr. Druml über sein "Lieblingsgelenk" - das Knie und Prim. Dr. Thurner gab Einblicke in die Hüfte.
Für viele Menschen ist der Schmerz in den Gelenken tägliche Realität. Die Abnützung der Knie und Hüftgelenke ist die häufigste Ursache für Gelenksschmerzen und betrifft bis zu 80% der 50-jährigen. Aber auch immer mehr junge Menschen leiden an Abnützungserscheinungen der Gelenke, der so genannten Arthrose. Oft wird Arthrose mir Arthritis verwechselt. Bei Arthrose handelt es sich um einen Abbau-Prozess, der im Gelenk stattfindet, während es sich bei Arthritis um eine entzündliche Erkrankung (sie betrifft den ganzen Körper) handelt.
Bei einer arthrotischen Veränderung wird Knorpelmasse abgebaut und dadurch der Knochen mehr belastet. Reiben die Gelenkknochen schließlich direkt aufeinander verformt sich das Gelenk. Als besonderes Risiko gelten unter anderem: eine chronische Überbelastung durch angeborene Gelenksfehlstellungen, Übergewicht, Fehlbelastung, schlecht verheilter Knochenbruch, Bewegungsmangel, extreme Überbeanspruchung und Stoffwechselerkrankungen wie Gicht und Diabetes.
Häufig betroffen sind Kniegelenke, Hüftgelenke, Fingergelenke und die kleinen Gelenke der Wirbelsäule.
Zur Behandlung der Arthrose sind die Gelenksentlastung sowie gezielte Bewegung wichtig. Orthopädische Hilfsmittel und Abnehmen unterstützen das betroffene Gelenk.
Bewegung ohne Belastung (Heilgymnastik ist unerlässlich. Oft ist aber ein künstliches Gelenk das letzte Mittel um eine Arthrose in den Griff zu bekommen.
Jährlich werden im BKH Reutte an die 240 Prothesen eingesetzt. Davon ca. 20 an Schultern, der Rest je zur Hälfte an Knien und Hüften. Prim. Dr. Thurner wird als Mentor und Referenzkrankenhaus geführt und das BKH kann immer wieder Gastärzte aus verschiedensten europäischen Ländern begrüßen.
Durch den Abend moderierte BGM Wolfgang Winkler. Im Anschluss an die Veranstaltung standen die Referenten für die Fragen der zahlreichen MINI MED Studentinnen und Studenten zur Verfügung und führten auch persönliche Gespräche.
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