13.06.2017, 15:55 Uhr

Schwarze Fahne zum Todestag von Ludwig II. auf dem Säuling

Aufmerksame Menschen haben am 13.06.2017 die Fahne vielleicht schon entdeckt, die auf dem Gipfel des Säulings, ganz in der Nähe es Gipfelkreuzes, weht. Klein sichtbar für das bloße Auge, sehr gut sichtbar mit einem Fernglas.

Einige wissen wohl, dass sich am 13.06.2017 der Todestag von König Ludwig II. von Bayern zum 131. Mal jährt, aber wohl die wenigsten wissen, dass am ersten Todestag, also am 13. Juni 1887 ein glühender Verehrer von König Ludwig, nämlich der Wirt und Postmeister Angerer aus Reutte, eine große schwarze Fahne auf dem Gipfel des Säuling hat hissen lassen. Und genau 130 Jahre später, haben „Verehrer König Ludwigs“ in aller früh wieder eine schwarze Trauerfahne zu Ehren von König Ludwig II. gehisst. Schön, wenn solch alte und fast vergessene Geschichten wieder zum Leben erweckt werden.
Dazu gibt es zusätzliche Informationen falls ein Bergwanderer auf dem Säuling sich fragt, was es mit dieser Fahne auf sich hat. Es ist folgender Text an der schwarzen Fahne auf dem Säuling befestigt worden.

„Am ersten Todestag von König Ludwig II., also am 13. Juni 1887, hat der Wirt des Gasthofes zur Post und k. k. Postmeister Andreas Angerer aus Reutte das Aufziehen einer großen schwarze Fahne auf dem Gipfel des Säulings zu Ehren von König Ludwig II. von Bayern veranlasst. Dieses möchten wir mit dieser schwarzen Trauerfahne auch tun, diesmal zu Ehren des 131. Todestages von König Ludwig II. von Bayern. Verehrer König Ludwigs – 13.06.2017“

Quelle: Buch mit dem Titel König Ludwig II. in der Bergeinsamkeit von Bayern und Tirol. Verfasst von Mario Praxmarer und Peter Adam im adam-verlag, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Druckergasse 3, 2004, 2. verbesserte Auflage

Weitere Informationen und Mythen um das Aufstellen der ersten Fahne:

Einer Sage nach ist der Gipfel des Säuling ein alter Hexenplatz. Im Tiroler Außerfern erzählt man sich folgende Geschichte dazu: Als Ludwig II. starb haben die Bürger von Reutte am Gipfel eine schwarze Trauerfahne gehisst, denn der Bayerische König war auch bei den Tiroler Nachbarn sehr beliebt. Als man die Fahne wieder abnehmen wollte, war sie derart kompliziert verknotet, dass sie kein Mensch mehr lösen konnte. Die Leute aus dem Außerfern werteten dies als ein Hexenwerk.
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