Ein Haustier für die Kinder

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Ort im Innkreis. "Geben Sie dem Kind zuvor eine Pflanze. Wenn die Pflanze überlebt, dann ist das Kind bereit, sich um ein Tier zu kümmern", so der Tierarzt Dr. Karl Putz, dem das Tierwohl sehr am Herzen liegt. "Eine Pflanze bedarf täglicher Pflege. Die Kinder lernen so, sich um etwas zu kümmern. Klappt das, ist es schon ein guter Start für ein Haustier."

Man sollte sich vor der Anschaffung Gedanken machen, ob das Kind neben Kindergarten, Schule und Hobbies genügend Zeit für das Haustier hat. Oder wo es beispielsweise unterkommt, wenn man in den Urlaub fährt. Ein Hund muss mehrmals täglich raus, Gassi gehen und zur Hundeschule – ein Kind kann unmöglich allein die Verantwortung für so ein Tier übernehmen. Ein Hamster beispielsweise ist nachtaktiv und könnte den Schlaf des Kindes stören, somit auch die schulischen Leistungen beeinflussen. Durch seine meist scheue Art ist er auch kein optimales Haustier für Kinder. Er schläft meist, wenn das Kind spielen möchte. „Kaninchen und Meerschweinchen sind auch sehr beliebt, doch muss man hier einiges beachten: Diese Tiere leben nicht einzeln, sie brauchen unbedingt Artgenossen. Doch gemeinsam sollte man sie auch nicht halten“, warnt der Tierarzt. Katzen eignen sich meist gut als erstes Haustier. Wenn einmal beigebracht, gehen sie selbstständig aufs Kistchen, können sehr verschmust sein und sind grundsätzlich eher einfach zu halten. „Die Anschaffungskosten sind meist überschaubar, dazu kommt jedoch die Erstausstattung wie Napf, Schlafplatz, Käfig oder Leine und auch die Erstuntersuchung beim Tierarzt sollte man miteinberechnen.“ Gedanken sollte man sich auch über die Lebenserwartung der Tiere machen. Was mache ich, wenn mein Kind plötzlich kein Interesse mehr hat und das Tier weg muss? Einschläfern ist nur erlaubt, wenn das Tier wirklich unheilbar krank ist. „Eine gute Lösung ist, wenn es im Bekanntenkreis unterkommen kann, die Tierschutzvereine sind ohnehin voll.“ Ein Tierheim im Bezirk gibt es nicht. Anlaufstellen sind Wels, Linz und Lochen.

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