Herausforderung für Christen
Dreifaltigkeit – Gott in drei Personen

Kurt Seifriedsberger, Pastoralassistent in Taiskirchen und Dekanatassistent im Dekanat Ried.
  • Kurt Seifriedsberger, Pastoralassistent in Taiskirchen und Dekanatassistent im Dekanat Ried.
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Gedanken von Kurt Seifriedsberger, Pastoralassistent in Taiskirchen und Dekanatassistent im Dekanat Ried.

Selbst für uns Christen bleibt das Festgeheimnis vom Dreifaltigkeitssonntag eine Herausforderung: Dreifaltigkeit – nicht nur eine abstrakte, schwer verständliche Vorstellung, sondern auch eine, mit der viele für ihren persönlichen Glauben nicht mehr viel anfangen können. Dreifaltigkeit ist nicht rationell erklärbar, sie ist erfahrbar.

Manche Radiosender veranstalten in regelmäßigen Abständen Höreraktionen. Oft auch zu Themen wie: Partnerschaft, Beziehung. Dabei wird getestet, wie gut kennen sich Paare wirklich? Der Dreifaltigkeitssonntag ist für mich auch so etwas wie ein Beziehungstest. Am Ende der großen Feiertage des Kirchenjahres, die uns immer wieder neu die Beziehungsgeschichte von Gott und den Menschen als “Frohe Botschaft“ vergegenwärtigen, da taucht die Frage auf: Wie gut kenne ich Gott wirklich? Was sind die Kriterien, die meine Beziehung zum ihm ausmachen? Was sind die Eckpunkte, die eigentlich die Beziehung eines jeden Menschen zu Gott ausmachen?

Beim Versuch dies rational zu ergründen, werden wir wohl scheitern. Verstehen werden wir das Geheimnis der Dreifaltigkeit wahrscheinlich nie ganz, aber wir können etwas mehr von Gott erahnen, wenn wir nach der inneren Dynamik suchen, die diese drei göttlichen – ich nenne sie jetzt einmal – “Seinsweisen“ zusammenhält: Es ist die Kraft der göttlichen Liebe! Es gibt kaum etwas schöneres, als wenn ich spüre, ich werde von einem anderen geliebt. Die menschliche Sehnsucht nach Liebe ist groß, gerade weil wir auch die Erfahrung machen, dass menschliche Liebe so zerbrechlich und endlich ist. Von Gottes Liebe glauben wir aber, sie ist unendlich, unzerbrechlich, unerschöpflich. Sie hört nicht auf, wie oftmals Liebe zwischen zwei Menschen erkaltet. Sie zerbricht nicht, wie manchmal das Band zwischen Menschen zerreißt.

Menschen, die im Glauben erfahren, dass sie in diese “innergöttliche“ Liebe mithineingenommen sind, können dies als einen Moment der Verwandlung erleben. Und darin liegt auch der Gewinn, den wir aus diesem “Beziehungstest“ vom Dreifaltigkeitssonntag mitnehmen können: Wer im Vater, im Sohn und im Geist spürt, er wird von Gott mit liebenden Augen angeschaut, kann auch die Welt mit den Augen dieser Liebe anschauen. Und diese Welt wird eine andere sein!

Autor:

Lisa Schiefer aus Ried

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