Das Sterben auf Rieds Straßen geht weiter

Bereits zwölf Menschen kamen heuer auf den Straßen im Bezirk Ried ums Leben. (Symbolfoto)
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  • Bereits zwölf Menschen kamen heuer auf den Straßen im Bezirk Ried ums Leben. (Symbolfoto)
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BEZIRK (tst). "Leider ist nicht nur die Anzahl der Verkehrstoten alarmierend - auch bei der Zahl der Unfälle und der Verletzten liegen wir deutlich über dem Oberösterreich-Schnitt", so Gerhard Obermair von der Verkehrsabteilung der Bezirkshauptmannschaft Ried.

Unachtsamkeit und überhöhte Geschwindigkeit sind die häufigsten Gründe für die vielen Unfälle. Obermair: "Wir versuchen permanent, auch in Zusammenarbeit mit dem Land Oberösterreich, die Unfallhäufungsstellen so gut es geht zu entschärfen. Leider passen sich viele Verkehrsteilnehmer nicht den Bedingungen an. Wolfgang Zieher, Bezirkspolizeikommandant-Stellvertreter, betont, dass jeder tödliche Unfall ganz genau unter die Lupe genommen worden sei. Drei der verunglückten Lenker waren wohl nicht angegurtet. Bei jeder Verkehrsmeldung hoffe Obermair, dass nicht schon wieder ein tödlicher Unfall passiert sei. Auf die Frage, ob verstärkte Verkehrskontrollen zur Situation beitragen könnten, antwortet er: "Es wurde heuer noch mehr kontrolliert als letztes Jahr, aber man darf diese Kontrollen nicht überschätzen. Leider werden viele Autofahrer immer rücksichtsloser."

Besonders viele Unfälle - drei davon mit tödlichem Ausgang - passierten im August. Zieher: "Aufgrund der Hitze ist die Anzahl in diesem Monat eklatant gestiegen." Vor allem die älteren Verkehrsteilnehmer hatten mit der enormen Hitze zu kämpfen. An die Verkehrsteilnehmer appelliert Obermair: "Die Geschwindigkeit reduzieren, die Fahrweise an die Verkehrsbedingungen anpassen und unbedingt angurten."

Ried wieder auf einem traurigen Rekordkurs:

Von den zwölf im Bezirk Ried getöteten Verkehrsteilnehmern im Jahr 2012 waren neun mit dem Auto und zwei mit dem Fahrrad unterwegs. Zudem kam in Reichersberg ein Fußgänger ums Leben. Fünf der Opfer sind aus dem Bezirk Ried. Besonders auffallend ist, dass alle zwölf Verkehrstoten Männer waren. Fünf davon kamen auf der Autobahn A8 im Rieder Bezirksgebiet ums Leben. So viele Tote habe es auf der Autobahn überhaupt noch nie gegeben, so Gerhard Obermair. Wie schon im letzten Jahr starben 2012 in Oberösterreich bisher nirgends so viele Verkehrsteilnehmer wie im Bezirk Ried. 2011 waren es 15 Tote, 2010 hingegen "nur" drei.

Autor:

Thomas Streif aus Ried

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