Russland live erlebt

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12 Schülerinnen der Maturaklassen der HBLW Ried verbrachten im Rahmen ihres Russischunterrichts eine Woche in der faszinierenden Stadt St. Petersburg. Die Schülerinnen waren in einem internationalen Hostel untergebracht und besuchten am Vormittag eine Sprachschule. Daneben wurde aber auch die absolut beeindruckende Stadt erkundet, die mit ihren 2300 Schlössern, Palästen und Prunkgebäuden weltweit nur von Venedig übertroffen wird.

Da die Stadt, eine Gründung von Zar Peter dem Großen, für ihre Klöster und Kathedralen berühmt ist, wurden das Alexander Newski Kloster, die Isaaks Kathedrale und die Kasaner Kathedrale besichtigt, aber auch eine Bootstour durch das „Venedig des Nordens“ fand großen Anklang. Der bekanntesten Sommerresidenz des Zaren, dem Peterhof mit seinen wunderschönen Gärten, wurde ein Besuch abgestattet und mit der Eremitage erkundet man eines der weltweit größten und bedeutendsten Museen mit 60.000 Exponaten und einem Archiv, das mit drei Millionen Objekten bestückt ist.

Einige Nachteulen unter den SchülerInnen ließen sich auch die Öffnung der Newa-Brücken zwischen ½ 2 und 5 Uhr nachts nicht entgehen, wodurch die Stadt für dreieinhalb Stunden geteilt wird und große Schiffe passieren können.

Aber auch das typische russische Essen musste natürlich gekostet werden. „Wir probierten die berühmte Rote-Bete-Suppe Borschtsch, Blinis und Kwass, ein vergorenes Brotgetränk, von dem wir allerdings nur wenig begeistert waren“, so eine Schülerin.

Durch die zur Zeit sehr hohe Medienpräsenz von Russland und Putin waren die Schülerinnen auch für die politischen Umstände sensibilisiert. „Uns fiel auf, dass die Putinverehrung allgegenwärtig ist, demokratisches Denken sich hingegen in der Bevölkerung wenig durchgesetzt hat. Das Ergebnis der gerade stattfindenden Kommunalwahlen interessierte kaum jemanden, das könnte man sich in Österreich nicht vorstellen.“

Auch dass westliche Waren etwa doppelt so teuer sind wie bei uns und dass Discos und Bars nur wenig besucht sind, weil sich normalsterbliche Russen das Ausgehen nicht leisten können, wurde den Schülerinnen klar.

Die Teilnehmerinnen der Reise sind sich der Exklusivität des Reiseziels bewusst und bedanken sich bei ihren Lehrerinnen Mag. Martina Mittermayer und Natalia Huber für die kompetente Organisation: „Russisch in Russland zu lernen, ist eine tolle Sache, und die kulturellen Highlights und das Leben in St. Petersburg zu erfahren, war wirklich beeindruckend.“

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Foto: Diözese Linz/Kienberger
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