13.11.2017, 13:48 Uhr

Sichtbarkeit ist Sicherheit – Jetzt ist die gefährlichste Zeit für Fußgänger

(Foto: Pink Badger/Fotolia)
BEZIRK. Die Zeit von Oktober bis Jänner ist für Fußgänger aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse besonders gefährlich, warnt das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV).
Einem besonderen Risiko sind die jüngsten Verkehrsteilnehmer ausgesetzt. Oft legen Kinder ihren Schulweg im Dunkeln zurück und sind darüber hinaus aufgrund ihrer Größe sowie ihres oft unvorhersehbaren Verhaltens eine große Risikogruppe für Unfälle.
Neben den Fußgängern sind auch Radfahrer in den dunkleren Monaten schlechter sichtbar und damit auch einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt.

Sechs Fußgänger verunglücken pro Tag

Im Vorjahr ereigneten sich in Österreich 1271 Fußgängerunfälle bei schlechten Sichtverhältnisse. Davon rund 59 Prozent in den Monaten Oktober bis Jänner. Das bedeutet, dass in diesen Monaten pro Tag sechs Fußgänger bei schlechter Sicht verunglücken.
Schuld an der oftmals schlechten Erkennbarkeit von Fußgängern aber auch Radfahrern ist, dass sich bei Dämmerung und im Dunkeln die Fähigkeit des menschlichen Auges, Objekte wahrzunehmen, erheblich verringert. Autofahrer können daher besonders Fußgänger im Dunkeln nur sehr schlecht erkennen und daher erst spät reagieren. Ein Fußgänger mit reflektierender Kleidung ist bei Abblendlicht vom Autofahrer bereits aus rund 150 Metern Entfernung deutlich zu erkennen – ein dunkel Gekleideter erst aus etwa 20 bis 30 Metern.

„Fußgänger sehen zwar hell beleuchtete Kraftfahrzeuge bereits von weitem, aber es ist ein Irrtum zu glauben, dass man in der Dämmerung oder im Dunkeln von Fahrzeuglenkern ebenfalls automatisch wahrgenommen wird – egal wie gut sichtbar man sich selbst fühlt“, erläutert KFV-Verkehrssicherheitsexperte Klaus Robatsch. „Durch das Tragen von sichtbarer, heller Kleidung und Reflektoren kann das Unfallrisiko um beinahe 50 Prozent gesenkt werden.“

Sicherheitstipps für die dunkle Jahreszeit

• Die Kleidung von Kindern aber auch Erwachsenen soll so hell wie möglich sein.
• Schultaschen und Rucksäcke sollen auffällige, helle Farben haben und mit
reflektierenden Elementen ausgestattet sein.
• Reflexmaterialien sollen in der Höhe des Streuwinkels des Abblendlichtes getragen
werden. Bei Kindern sollte der ganze Körper, von den Schuhen bis zum Oberkörper,
reflektierende Elemente aufweisen.
• Reflektoren sollen rundum strahlen, um Fußgänger auch seitlich sichtbar zu machen.
• Reflektierende Kleidung alleine nützt nichts, wenn man sich nicht sicherheitsbewusst
verhält. Fußgänger sollen daher immer Blickkontakt mit dem Autofahrer halten.
• Fahrzeuglenker sollen insbesondere nach Einbruch der Dämmerung im Bereich von
Schulen, Einkaufszentren oder Märkten mit erhöhter Aufmerksamkeit fahren.
• Wenn Fußgänger eine Straße queren, soll das insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit nur an gesicherten Stellen geschehen. Ampelanlagen, Schutzwege, Über-
und Unterführungen bieten zumindest ein Mindestmaß an Sicherheit.
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