Run auf Reisebüros hat schon voll eingesetzt

Danzig – an der Ostsee gelegen– ist ein beliebtes Reiseziel 2018. Zur Polenreise gehört auch ein Stopp in Warschau.
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  • Danzig – an der Ostsee gelegen– ist ein beliebtes Reiseziel 2018. Zur Polenreise gehört auch ein Stopp in Warschau.
  • Foto: Foto: Pernsteiner
  • hochgeladen von Karin Bayr

BBEZIRK. Erholung, einfach mal weg vom Alltag und ein paar Tage abschalten. Das wünschen sich viele Menschen. Und das drückt sich auch in den guten Buchungszahlen der Reisebüros im Bezirk Rohrbach aus.
Sehr zufrieden ist man bisher beispielsweise beim Reisebüro Pernsteiner in Kirchberg. "Viele haben heuer gleich nach unserer Katalogs-Präsentation gebucht", erklärt Reiseberaterin Eva Kepplinger. "Sehr gefragt sind heuer Landschafts- und Kulturreisen in den Norden – zum Beispiel nach Skandinavien, zum Nordkap oder nach Polen", erklärt sie. "Polen gilt als unbekanntes Land und übt daher auf viele einen großen Reiz aus", sagt Kepplinger.

Mehrere Kurzreisen

Der Trend entwickle sich immer stärker zu mehreren Kurzurlauben, zum Beispiel Städtetrips übers verlängerte Wochenende. Diese seien bei jungen Menschen sehr beliebt. Österreich-Rundreisen sind besonders bei älteren Paaren ein Highlight. Im Programm gibt es auch eine Reise, die seit vielen Jahren ein Dauerbrenner ist: Madeira. Erstaunlich rasch ausgebucht war heuer bei Pernsteiner Reisen die Fernreise nach Äthiopien. Und wohin zieht es die Reiseberaterin selbst heuer? "Ich gönne mir im Februar dreieinhalb Wochen Australien", verrät Kepplinger. Für ihren privaten Urlaub hat sich Simone Prieschl, Büroleiterin der Reisewelt in Rohrbach-Berg, noch nicht festgelegt. "Das entscheide ich spontan".
Momentan hat sie alle Hände voll zu tun, denn "die Nachfrage ist stark ansteigend. Bei Familien sind es die typischen Pauschalreisen, bei Paaren verstärkt Fernreisen oder Selbstfahrer-Rundreisen", sagt sie. Gefragt seien auch Cluburlaube in der Türkei oder Bulgarien. Bei den Städten sind vor allem Stockholm, Tallinn, Dubrovnik und Madrid angesagt. "Vor allem die Sicherheit steht bei den Kunden an erster Stelle", sagt Prieschl.

Tunesien wird gemieden

Das kann auch Roswitha Bartenberger, Leiterin des Reisebüros Sabtours in Rohrbach-Berg, bestätigen: "Sehr stark zurückgegangen sind in den letzten Jahren Buchungen für Tunesien oder größere Städte in der Türkei wie Istanbul", verrät sie. Badeurlaube in der Türkei werden nach wie vor gerne gebucht. "Besonders beliebt sind heuer vor allem Italien und Kroatien – Länder mit kurzer Anreisezeit – oder Griechenland und Spanien", sagt sie. Bei den Städtetrends erkennt sie keine Tendenz: "Alle Städte in Europa werden gerne bereist", meint Bartenberger, die seit 38 Jahren in der Reisebranche tätig ist. Besonderen Vorteil sieht sie für Frühbucher seit der Air-Berlin-Pleite. "Seither gibt es viel weniger Flüge. Zum Beispiel nach Mallorca: Früher gab es zehn, heute bleiben nur drei Verbindungen." Wer rechtzeitig bucht, kriege daher oft eine bessere Flugzeit und habe bei Hotels die volle Auswahl. "Je nach Kategorie sparen Frühbucher meist 30 bis 100 Euro auf den Zimmerpreis", sagt Bartenberger. Für sie stehen heuer privat mehrere Destinationen auf dem Plan, unter anderem Hongkong, Rom und Lissabon.

Zur Sache:
• Frühbuchen bietet nach wie vor Vorteile: Man hat vor allem bei den Flügen eine größere Auswahl und die Hotels kommen den Kunden preislich entgegen. "Je besser ein Zielgebiet gebucht ist, desto teurer werden kurzfristige Angebote", sagt Simone Prieschl von der Reisewelt.

• Wenig beliebte Orte sind heuer Tunesien und größere Städte in der Türkei. Die Angst vor Anschlägen ist bei vielen Reisenden zu groß.

• Als Dauerbrenner-Destinationen gelten Italien, Spanien, Kroatien, die Schweiz und Österreich – "Das sind eigentlich immer beliebte Reiseziele", sagt Eva Kepplinger, Reiseberaterin bei Pernsteiner Reisen.

Besonderen Aufschwung habe zuletzt Sardinien erfahren. "Und Amalfi oder Kalabrien sind in Italien sehr beliebt", sagt Simone Prieschl.

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