"Wuzelpapier"-Firma erweitert Betriebsgebäude

Das 10.0000 Quadratmeter große Grundstück (im Vordergrund) wurde von CIMA gekauft.
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ST. PETER. "Wir möchten heuer noch mit den Vorbereitungsarbeiten zum Anbau beginnen. Dazu muss auf dem neuen Grundstück aufgeschüttet werden", sagt Rudolf Eder, Betriebsleiter der Firma CIMA. Derzeit ist er dabei, Angebote einzuholen. Wieviel Geld am Standort St. Peter investiert wird, kann er noch nicht beziffern. 2014/2015 jedenfalls soll der Zubau abgeschlossen sein. Die Firma CIMA ist in den letzten Jahren stark gewachsen und zu einem großen Arbeitgeber in der Region geworden. "Die Anzahl unserer Mitarbeiter ist nach wie vor steigend. Im Vergleich zu 2009, wo wir 85 Mitarbeiter hatten, haben wir aktuell 135 Beschäftigte", sagt Eder. Zwei Drittel der Mitarbeiter sind Frauen. Einzigartig und vorbildhaft im Bezirk ist das erst vor drei Monaten eingeführte, 16-Stunden-Nachtschichtmodell der Firma. "Montag bis Freitag wird jeweils eine Woche von 23 bis 6 Uhr gearbeitet, die zweite Woche ist frei", sagt Eder. Das Unternehmen achtet sehr auf die Mitarbeiter und hat im ersten Stock einen gemütlichen Ruheraum für die Beschäftigten eingerichtet. "Zwanzig Minuten Pause pro Tag bezahlt die Firma", sagt Eder.

Bei CIMA in St. Peter werden Filterhülsen und Drehpapier produziert. Ganz spezielles, wie Rudolf Eder verrät: "Roll your own-Papiere – also Papiere zum Selberdrehen – und make your own-Papiere – also Papiere zum Selberstopfen. Blättchen und Umhüllungspapier für Filter werden in der Produktion in St. Peter in allen Stärken hergestellt. Das dünnste Papier ist mit 12 Gramm pro Quadratmeter ein Hauch von Nichts. "Dafür braucht es spezielle Maschinen und das Know-How der Mitarbeiter", sagt der Betriebsleiter. 80 Millionen Blatt laufen täglich in St. Peter vom Band als 1,15 Meter breite und zehn Kilometer lange Rolle. Nach dem Zubau sollen es 120 Millionen Blatt pro Tag sein. Die USP (unit selling point = Alleinstellungsmerkmal) der Firma ist der Magnetverschluss, mit dem die Wuzelpapier-Schachtel verschlossen ist. "In der Branche ist diese Art der Verpackung einzigartig. Mit unserem ansprechenden Design und unter dem Markennamen Gizeh und Mascotte verkaufen wir die Papiere weltweit", sagt Eder. Das Unternehmen will noch weiter wachsen und vom derzeitigen dritten Rang am Weltmarkt (hinter Rizla und OCB) auf den zweiten Rang klettern.
2011 lag der Umsatz bei 15 Millionen Euro. Neben dem Standort St. Peter gibt es noch die Mutterfirma in Deutschland und einen dritten Standort in Frankreich.

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