30.05.2017, 10:08 Uhr

Rachenpolypen sind die Abwehrmauer bei Kleinkindern

Kleinkinder haben von Natur aus Rachenpolypen und leben (meist) gut damit. (Foto: panthermedia/Hannes Eichinger)
BEZIRK. Kleinkinder haben von Natur aus Adenoide (Rachenpolypen). Sie sind für den gesamten Nasen-Rachen-Raum eine Abwehrmauer gegen Krankheitskeime. "Ein Großteil der Kinder unter fünf Jahren hat vergrößerte Rachenmandeln", weiß HNO-Facharzt Otmar Puchner aus Rohrbach-Berg.

Lautes Schnarchen

"Als krankhaft sind sie anzusehen, wenn sie zu Problemen führen, wie zum Beispiel: lautes Schnarchen, schlechtere Atemholung, der Mund bleibt beim Atmen ständig offen oder die Kinder leiden häufig an Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündungen oder hören schlechter." Puchner: "In den meisten Fällen bilden sich die Adenoide ab dem Schulalter langsam von selbst wieder zurück." Wenn es ständig zu Komplikationen im Nasen- und Ohrenbereich kommt, gibt es die Möglichkeit einer Operation. "Die Operation in Vollnarkose ist ein Eingriff mit sehr niedrigem Risiko und kann daher auch bei Kleinkindern durchgeführt werden", sagt der HNO-Facharzt.

Erwachsenen-Polypen

Wenn Erwachsene unter Nasenpolypen leiden, handelt es sich um Schleimhautwucherung in der Nase. Behandelt werden diese mit kortisonhaltigen Nasensprays oder pflanzlichen Medikamenten. "Führen die Polypen zu ständigen Infekten oder beeinträchten sie die Atmung stark, können sie operativ entfernt werden", sagt HNO-Arzt Otmar Puchner.
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