16.11.2016, 15:18 Uhr

Viele Besucher bei Wertpapier-Veranstaltung „Nachhaltig Veranlagen“

Martin Cech, VDir. Klaus Klopf, Johann Griener, Günter Höfler, Wim Oosterlinck, Erwin Scherrer und Josef Reinthaler (v. l.). (Foto: Foto: Sparkasse)
ROHRBACH-BERG. Zahlreiche Besucher kamen zur Wertpapier-Veranstaltung „Nachhaltig Veranlagen“ in die Sparkasse in Rohrbach-Berg, sodass der Panoramasaal bis auf den letzten Platz gefüllt war. Nach der Begrüßung durch Klaus Klopf referierte Johann Griener zum Thema "Wirtschaftsausblick" und Referent Martin Cech zum Thema "Nachhaltig Investieren".

Höherwertige Veranlagungsformen zu wenig genutzt

Johann Griener zeigte in seinem Vortrag auf, dass mit der aktuellen Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank die Sparer durch die Inflation an Wert verlieren. Im europäischen Vergleich hat Österreich nur eine Wachstumsrate von 0,3 Prozent des Gesamtvermögens pro Jahr von 2010 bis 2014 nach Abzug der Inflation erreicht. Finnland schaffte in dieser Zeit 4,2 Prozent. Laut Giener liegt es daran, dass in Österreich der Großteil auf Sparbüchern liegt und höherwertige Veranlagungsformen zu wenig genutzt werden. Lösungen sieht er in ausgewählten Fonds, die in Unternehmensanleihen, Wachstumsmärkte oder Aktien investieren.

Geld veranlagen und gleichzeitig etwas Gutes tun

Über „Nachhaltiges Investieren“ sprach Martin Cech. Hier geht es darum, dass Firmen zusätzlich zu den ökonomischen Faktoren besondere Kriterien im Bereich Ökologie (Ressourcenverbrauch, Energieeffizienz), Social (Arbeitsbedingungen) und Governance (Führung, keine Korruption) erfüllen müssen. Firmen mit Zukunftsperspektiven im Bereich Solarenergie oder Windkraft zählen zu den 70 Unternehmen im Fonds.
Als weiteres Thema der Nachhaltigkeit wurde die Veranlagung in Microfinanz vorgestellt. Mit praktischen Beispielen von Kreditnehmern aus Armenien und Georgien konnte der Fondsmanager sehr klare Eindrücke vermitteln, wie zur Existenzgründung einer Bäckerei oder eines Snack-Herstellers dieses Kapital erfolgreich investiert wurde. Hilfe zur Selbsthilfe ist hier das Motto.
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