Salzburgs Schüler nehmen Verkehrserziehung der Erwachsenen selbst in die Hand

- Nimm dir mehr zeit für Sicherheit.
- Foto: KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit)
- hochgeladen von Eileen Titze
Mit der Aktion „Nimm dir Zeit für meine Sicherheit“ greifen das Land Salzburg und das Kuratorium für Verkehrssicherheit die Thematik „Schnellfahren“ vor Schulen auf und leisten somit einen wichtigen Beitrag für den Schutz der Schulkinder vor Verkehrs- und Schulwegunfällen.
2016 wurden in Salzburg bereits zwölf dieser Aktionen umgesetzt, an denen über 600 Schüler teilnahmen. Am Aktionstag übernehmen die Schulkinder die Rolle der Verkehrserzieher. Gemeinsam mit Polizei und Aktionsbetreuern messen die Kinder mit Hilfe einer mobilen Tempoanzeige oder einer Messpistole vor der Schule die Geschwindigkeit vorbeifahrender Fahrzeuge. Wer sich an Tempolimits hält, wird gelobt und bekommt einen „süßen“ Apfel. Wer zu schnell ist, wird nett ermahnt und erhält eine „saure“ Zitrone sowie ein Erinnerungsbild. Durch den direkten Kontakt wird den Fahrzeuglenkern nachhaltig vor Augen geführt, dass durch überhöhte Geschwindigkeit Menschenleben leichtsinnig gefährdet werden.
Wie wichtig die Einhaltung des Geschwindigkeitslimits, vor allem im Schulumfeld ist, zeigt die Unfallstatistik. Im Jahr 2015 wurden 273 Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren auf Salzburgs Straßen verletzt, 33 davon auf dem Weg von oder zur Schule. Das Unfallrisiko für Kinder im Straßenverkehr zu verunfallen ist aus mehreren Gründen besonders hoch. Zum einen müssen Kinder erst lernen, sich auf den Verkehr zu konzentrieren sowie Geschwindigkeiten und Abstände richtig einzuschätzen. Zum anderen machen die Erwachsenen im Straßenverkehr Fehler, indem sie Geschwindigkeitsbegrenzungen überschreiten und somit nachhaltig das Risiko von Verkehrsunfällen erhöhen.
Aus diesem Grund setzen das Land Salzburg und das Kuratorium für Verkehrssicherheit gemeinsam mit Volksschülern sowie mit Unterstützung der Polizei die Kampagne „Nimm dir Zeit für meine Sicherheit“ fort. Das Ziel ist es, bei allen Fahrzeuglenkern das Bewusstsein für die Schwächsten im Straßenverkehr zu schaffen. Den Verkehrsteilnehmern soll vor Augen geführt werden, dass überhöhte Geschwindigkeit unsere Kinder gefährdet. Tempolimits einzuhalten bedeutet, das Unfall- und Verletzungsrisiko zu reduzieren und Fußgänger, insbesondere die Schulkinder, im Straßenverkehr zu schützen. Zehn Minuten früher loszufahren und damit mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren, kann Leben retten!


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