Barriere-Freiheit beginnt im Kopf

Zwei Jahre wurde an dem Maßnahmen-Katalog für ein barrierefreies Salzburg gearbeitet. V.l.n.r.: Reinhard Klaushofer (Universität Salzburg), Heidrun Wankiewicz (planwind.at), Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer, Behindertenbeauftragte Sabine Neusüß und Magistratsdirektor Martin Floss.
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  • Zwei Jahre wurde an dem Maßnahmen-Katalog für ein barrierefreies Salzburg gearbeitet. V.l.n.r.: Reinhard Klaushofer (Universität Salzburg), Heidrun Wankiewicz (planwind.at), Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer, Behindertenbeauftragte Sabine Neusüß und Magistratsdirektor Martin Floss.
  • Foto: Stadt Salzburg / Erika Mayer
  • hochgeladen von Sabrina Moriggl

SALZBURG (sm). Es gibt viele Arten von Behinderungen. Was für den einen einfach erscheint, ist für jemand anderen schwierig. Barriere-Freiheit betrifft auch den Zugang zu Informationen, z. B. wenn Schreiben von den Behörden schwer verständlich geschrieben sind.

In der UN-Konvention heißt es: Für Menschen mit Behinderung soll es keine Hindernisse geben. Zwei Jahre lang arbeitete das Salzburger Magistrat mit Vertretern von Vereinen und Institutionen, die sich mit Belangen der Menschen mit Behinderung beschäftigen sowie Menschen mit Behinderungen selbst, am Etappenplan für eine barrierefreie Stadt. Rund 100 konkrete Maßnahmen sollen das Leben verbessern und für einen Barrierefreien Zugang in Salzburg sorgen.

Der Etappenplan: verständlich für jeden

„Als Stadtverwaltung setzen wir uns bereits seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Menschenrechte auseinander. Barrierefreie Kommunikation ist uns besonders wichtig. Daher ist der Bericht in einer einfachen und leicht verständlichen Sprache geschrieben“, so Magistratsdirektor Martin Floss. Eine verständliche Sprache bedeutet, das kurze Sätze verwendet werden. Schwierige Wörter werden erklärt oder vermieden. Außerdem wurde auf ein übersichtliches, strukturiertes Schriftbild geachtet. So sollen auch Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Menschen, die nicht gut Deutsch können, den Etappenplan gut lesen können. Ein erfühlbarer QR-Code macht den Etappenplan auch für Blinde und sehschwache Menschen zugänglich. Des weiteren findet sich hier unter diesem Link der Etappenplan für Blinde. Diese Fassung des Etappen-Plans ist für Menschen gedacht, die mit einem Vorlese-Programm arbeiten. Die Datei wurde mit dem pdf-Checker getestet.

Die sechs Handlungsfelder der Stadt

Beim Etappenplan Bildung und Wissen, Arbeit und Beschäftigung, Gesundheit und Soziales, Planen und Wohnen, Freizeit und Kultur. Aus diesen Feldern ergeben sich Themen, die für alle Bereiche wichtig sind. Die vier Bereiche werden als „Querschnitts-Themen“ definiert: Barriere-Freiheit bei der Kommunikation und Zugänglichkeit, Teilhabe am öffentlichen Leben, Bewusstseins-Bildung, Frauen, Kinder und Jugendliche.


100 Maßnahmen beim Etappenplan

Diesen wurden in Summe 100 Maßnahmen zugeordnet, die ein barrierefreies Leben in der Stadt ermöglichen sollen, wie induktive Höranlagen in Senioren Häusern, Anti-Stigma-Kampagnen, Barrierefreier Zugang zu Jugendzentren, Gebärden-Dolmetscher in Kindergärten, anpassbare Wohnungen und Barrierefreie Veranstaltungsorte. Im Sinne der UN-Konvention beobachten und überwachen Menschen mit Behinderung die Fortschritte und die Qualität der Umsetzung. Ein Zwischenergebnis wird spätestens in einem Jahr vorliegen.

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Zwei Jahre wurde an dem Maßnahmen-Katalog für ein barrierefreies Salzburg gearbeitet. V.l.n.r.: Reinhard Klaushofer (Universität Salzburg), Heidrun Wankiewicz (planwind.at), Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer, Behindertenbeauftragte Sabine Neusüß und Magistratsdirektor Martin Floss.
Behindertenbeauftragte Sabine Neusüß und das gesamte Team der Stadtverwaltung arbeiten an dem Etappenplan für eine barrierefreie Stadt Salzburg.

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