Der Frust übertrifft die Erwartungen

Die erste Runde der Bürgermeisterwahl in der Landeshauptstadt brachte kaum Überraschungen: ÖVP-Vizebgm. Harald Preuner (35 Prozent) und SPÖ-Kandidat Bernhard Auinger (31,9 Prozent) treten am 10. Dezember in einer Stichwahl gegeneinander an. Das entspricht der von den Bezirksblättern Anfang November veröffentlichten GMK-Meinungsumfrage. Die wirklich überraschende und gleichzeitig erschreckende Zahl des Wahlabends war eine andere: 43,8 Prozent. So hoch bzw. so niedrig war die Wahlbeteiligung – die damit einen neuen Tiefststand erreicht hat. Zum Vergleich: 1999, bei der ersten Bürgermeister-Direktwahl, machten immerhin 60,5 Prozent der Wahlberechtigten Gebrauch von ihrem Stimmrecht, 2004 waren es sogar knapp 65 Prozent. Seither ist die Wahlbeteiligung gesunken. Am Wahlkampf kann es nicht gelegen haben – der war sachlich und breit aufgestellt. Die dominierenden Themen waren die beiden Problemfelder Verkehr und leistbares Wohnen. Offenbar übertrifft bei den Bürgerinnen und Bürgern der aufgestaute Frust über die ungelösten Probleme die Erwartung, dass sich das mit einem neuen Bürgermeister ändern oder etwas in ihrem Leben verbessern wird. Egal, ob am 10. Dezember Bernhard Auinger oder Harald Preuner in einer Stichwahl mit wahrscheinlich noch niedrigerer Wahlbeteiligung das Rennen um den Bürgermeistersessel macht: Er hat die Chance, die Bürger dieser Stadt positiv zu überraschen.

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