22.03.2017, 08:00 Uhr

"Bahn frei" jetzt auch für Radfahrer

ÖVP-Klubobmann Christoph Fuchs auf dem (noch)-Gehweg, der demnächst auch als Radweg genutzt werden kann (Foto: ÖVP)

Der Gehweg am Almkanal soll künftig auch als Radweg genutzt werden können.

SALZBURG (lg). Spätestens jetzt im Frühling setzen viele Salzburger wieder lieber auf das Fahrrad statt des PKWs, um in die Arbeit oder in die Schule zu fahren. Direkt am Almkanal, der eine der wichtigsten Radwegeverbindungen vom Süden in die Stadt bildet, ist im Spätherbst 2016 zwischen der Karl-Höller-Straße und dem Donnenbergpark ein Weg entlang des Kanals errichtet worden – inklusive Stützmauern und Geländeanpassungen.

Wichtige Radverbindung

Zur Enttäuschung zahlreicher Salzburger Radfahrer stellt sich jetzt heraus, dass der Weg nicht als "Geh- und Radweg" sondern lediglich als Gehweg verordnet wurde und die Radfahrer diesen gar nicht benützen dürfen. "Die Salzburger, die sich brav mit dem Fahrrad fortbewegen, müssen für dieses Stück vom Weg entlang des Kanals weg und über andere Straßen fahren. Ein Schildbürgerstreich par excellence. Wie realitätsnah das ist, kann man sich in etwa vorstellen. Die Radfahrer werden halt dann illegalerweise dort weiterfahren. Der Radweg entlang des Almkanals ist eine der wichtigsten Radwegachsen in die Stadt. Mit einem möglichen Radtunnel durch den Mönchsberg würde er noch einmal an Bedeutung gewinnen. Warum Baustadträtin Barbara Unterkofler also den Weg nur als Gehweg errichtet hat, ist mir schleierhaft, denn immerhin sind die Straßenstücke im Anschluss an den neuen Weg nicht wirklich breiter und trotzdem für Fußgänger und Radfahrer freigegeben", kritisiert ÖVP-Klubobmann Christoph Fuchs, der auch eine entsprechende Anfrage an Unterkofler eingebracht hat.

Naturschutz hat Bedenken

Im Büro der Baustadträtin weist man diesen Vorwurf von sich: "Wir wollten immer explizit einen Geh- und Radweg dort errichten, nur haben wir von Stadtrat Johann Padutsch und der Abteilung für Raumplanung den Auftrag für den Gehweg bekommen. Der Naturschutz hat sich dagegen ausgesprochen", so ein Sprecher von Unterkofler. Padutsch verwies darauf, dass es "ursprünglich als reiner Gehweg geplant war. Der Naturschutz hat hier Bedenken wegen der Beleuchtung. Mittlerweile haben wir aber festgelegt, dass es künftig als Geh- und Radweg genutzt werden kann und auch als solcher gekennzeichnet wird", so Padutsch.

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