24.10.2016, 10:47 Uhr

Stadt investiert in den Ausbau der Öffis

Auf Maßnahmenbündel geeinigt: Stadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste), Bgm. Heinz Schaden (SPÖ) und Vizebgm. Harald Preuner (ÖVP).

Erweiterung der Obuslinien und Attraktivierung der P&R-Plätze sollen das Verkehrschaos in Salzburg lindern.

SALZBURG (lg). Mit einem Bündel an Maßnahmen für den Nahverkehr will die Stadt Salzburg das Verkehrschaos in den Griff bekommen und demonstriert – zumindest was die Verkehrspolitik betrifft – Einigkeit, denn geeinigt auf die Maßnahmen haben sich SPÖ, ÖVP und die Bürgerliste gemeinsam. Insgesamt steckt die Stadt 3,31 Millionen Euro extra in den Nahverkehrs-Ausbau. Als kurzfristige Maßnahme soll die Linie 8 erweitert werden und damit der Lückenschluss zwischen Bessarabierstraße und Messe erfolgen. Dafür müssen 400 Meter an Oberleitungen gebaut werden. So soll sowohl Lehen als auch das Messezentrum besser an das Öffi-Netz angebunden werden. Damit einhergehend startet die Stadt eine Park&Ride-Offensive.

Ausbau Linie 3

In und um die Landeshauptstadt gibt es derzeit rund 7.000 Stellplätze mit guter Öffi-Anbindung, die saisonal als Park&Ride-Anlagen für Pendler genutzt werden – darunter die Messe, Salzburg Süd, Flughafen oder Outlet-Center. Doch nach Ansicht der Stadtpolitik werden diese noch in einem zu geringen Ausmaß genutzt. Künftig soll es daher bessere Informationen für Pendler und Touristen geben, eine Attraktivierung der Anlagen durch entsprechende Leitsysteme und Beschilderungen sowie attraktive Tarifangebote, wie die Park&Ride-Nutzung mit dem City-Ticket. Neben dem Ausbau der Linie 8 wird auch die Obuslinie 3 ab dem neuen Kreisverkehr Bahnhofstraße/Goethestraße bis zur bestehenden Haltestelle Landstraße verlängert. Dadurch können die innerstädtischen Buslinien 21 und 23 sowie die Regionalbuslinien aus dem Seengebiet besser an der Haltestelle Landstraße verknüpft werden. Pendler sollen dann dort auf den Obus umsteigen und schneller ins Zentrum gelangen.

365-Euro Ticket kommt

Auch das Salzburg City-Ticket um 365 Euro soll ab Juli 2017 wieder eingeführt werden. Derzeit kostet die Jahreskarte 379 Euro. Die Stadt hat dafür 300.000 Euro vorgesehen. "Hier ist es uns wichtig, auch die Umlandgemeinden mit ins Boot zu holen. Dadurch könnte das City-Ticket erweitert werden, wenn die jeweiligen Gemeinden mitzahlen", so Bgm. Heinz Schaden (SPÖ). Auf Wunsch der Salzburg AG wird es 2017 einen Testbetrieb mit den Doppelgelenk-Obussen geben. Diese ermöglichen eine Erhöhung der Fahrgastkapazität um 35 Prozent. Verwendet werden sollen sie in Salzburg ab 2021 auf der Linie 3, die von Itzling bis Salzburg Süd führt.
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