26.07.2016, 11:00 Uhr

Wie Landesrat Hans Mayr die Wohnbauförderung retten will

Landesrat Hans Mayr (SBG) hat die Kosten für die Wohnbauförderung noch einmal durchgerechnet.

Ab 2017 gilt für Eigentumsförderung: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Und es gibt es um 130 Euro pro Quadratmeter weniger.

Mit einem neuen Vorschlag will Landesrat Hans Mayr (SBG) die im Eigentumsbereich aus dem Ruder gelaufene Wohnbauförderung retten. Wie berichtet, haben heuer bereits 1.400 Salzburger anstelle der vorgesehenen 600 um eine Eigentumsförderung angesucht. "Diese Fälle sollen alle noch heuer normal abgewickelt werden – zu den bisherigen Bedingungen", sagt Mayr.

Für die Förderwerber bedeutet das: Bis Ende JUli eingebrachte Einträge können dann berücksichtigt werden, wenn die Baubewilligung bis 31.12. bzw. der Kaufvertrag bis 15. August nachgereicht werden können.

Wie er die dafür fehlenden 28 Millionen Euro aufbringen will? Aus Bereichen, in denen er heuer noch kein Geld benötigen wird: Fünf Millionen Euro von den Wohnheimen, 7,7 Millionen Euro aus dem Mietsenkungsprogramm. Zusammen mit "diversen" kleineren Beträgen macht das zusammen 12 bis 13 Millionen Euro.

Die fehlenden Millionen will Mayr 2017 und 2018 hereinbringen, und zwar indem er die Grundförderbeträge pro Quadratmeter im Eigentumsbereich um 130 Euro senkt. Dann gibt es etwa statt 400 nur mehr 270 Euro für die Errichtungsförderung und 320 statt 450 Euro für die Eigentumswohnung. Außerdem wird nachgeholt, was verabsäumt worden ist: eine Obergrenze der maximalen Wohnfläche. Wer ein Haus baut, das – um bei einem Fallbeispiel zu bleiben – für eine wachsende Familie mit maximal zwei Kindern mehr als 150 Quadratmeter groß ist, muss künftig mit schrittweise weniger Wohnbauförderung auskommen. Keine Wohnbauförderung gibt es aber einer Größe von 216 Quadratmetern Wohnfläche. Bei Eigentumswohnungen starten die Abschläge bei mehr als 100 Quadratmetern, ab 150 Quadratmetern gibt es keine Förderung mehr.

First come, first serve

Nicht gerüttelt wird an den Einkommesngrenzen. Dafür kommen ab 2017 tatsächlich nur mehr 600 Förderwerber zum Zug, und zwar streng nach Reihenfolge des Einlangens ihres Antrags. Der 601. wird nicht fürs kommende Jahr vorgemerkt, sondern geht leer aus. Die 600 Förderfälle werden wahrscheinlich auf die ersten beiden Quartale sowie auf das zweite Halbjahr verteilt.

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