Neuerrichtung
Aufregung um Schärdinger Doblbachbrücke
- Die Doblbachbrücke in Allerheiligen sorgt in Schärding für Wirbel. Sie soll eventuell erneuert werden. Dagegen wettert die Bürgerliste.
- Foto: Michelle Bichler/MeinBezirk
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Die Doblbachbrücke an der Pram in Allerheiligen sorgt für Gesprächsstoff. Angeblich steht ein Abriss samt Neubau im Raum. Dagegen wettert die Schärdinger Bürgerliste (BLS), die von Steuerverschwendung spricht und einen viel günstigeren Gegenvorschlag einbringt.
SCHÄRDING. Laut Bürgerliste ist nicht die Brücke an sich das Problem, sondern die sehr steilen Granitstufen. "Diese stellen für die mittlerweile vielen Radfahrer ein großes Hindernis dar. Die größte Gruppe der Radler ist heute in einem Altersbereich um oder über 60 Jahre. Für viele E-Bike-Fahrer unmöglich zu bewältigen. Dieses Problem haben sowohl der Verschönerungsverein als auch die Bürgerliste seit Jahren nicht nur der Stadt aufgezeigt. Leider bis jetzt ohne Erfolg", beklagt BLS-Obmann Richard Armstark. Nachsatz:
"Umso mehr erstaunt uns zu hören, dass eine neue Brücke zu einem geschätzten Preis von 250 000 Euro errichtet werden soll."
- Richard Armstark ist Obmann des Schärdinger Verschönerungsvereins "Unser Schärding".
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Und zwar vom Verbund, der Eigentümer der Brücke ist. "Niemand in Schärding hat eine neue Brücke gefordert, sondern lediglich, den Radfahrern die steilen Granitstufen zu ersparen. Der Kostenanteil, den Schärding dabei zu tragen hätte, ist völlig unbestimmt. Der Verbund hat das Geld von uns Steuerzahlern, also von den Stromkunden, die ja seit langer Zeit über die viel zu hohen Strompreise stöhnen. Es ist unsere verdammte Pflicht, hier unsere Stimme zu erheben und gegen diese unnütze Geldverschwendung einzuschreiten."
Rampe als billige Lösung
- Problem sind für viele Radfahrer die steilen Ganitstufen.
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Vielmehr plädiert die Bürgerliste für eine "Rampenlösung". Im Klartext: Die Anbringung einer Rampe über die hinderlichen Granitstufen. "Damit wäre das Problem auf einfache und kostengünstigste Weise gelöst, ähnlich wie dies beim Kraftwerk Ingling gemacht wurde. Dort funktioniert das einwandfrei." Kostenpunkt laut Armstark: "9.354 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Außerdem könnte diese Lösung innerhalb weniger Tage umgesetzt werden."
Verbund prüft weiter
MeinBezirk hat den Verbund mit den Aussagen der Bürgerliste konfrontiert. Dazu heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme: "Auf Initiative des Regionalmanagements OÖ wurde am 25.08.2025 ein neuerlicher Ortstermin abgehalten, an dem die Gemeinde, Vertreter des Landes OÖ, des Tourismusverbandes sowie Verbund teilgenommen haben. Es wurden unterschiedliche bauliche Optionen nochmals eingehend erörtert. Verbund hat deutlich gemacht, dass alternative bauliche Verbesserungsmaßnahmen nicht grundsätzlich abgelehnt werden. Vor dem Hintergrund unserer Instandhaltungs- und Verkehrssicherungspflicht für das Bauwerk scheiden jedoch Varianten aus, die den geltenden bautechnischen Anforderungen nicht genügen. Dies trifft leider auf den Vorschlag eines Rampenbauwerks zu, da die Statik der bestehenden Brücke nicht auf eine solche zusätzliche Belastung ausgelegt ist."
Rampenlösung vom Tisch?
Wie der Verbund weiter mitteilt, soll unter den Beteiligten hingegen Übereinstimmung dahingehend geherrscht haben, "dass unter den gegebenen bautechnischen Bedingungen die Herstellung eines verkehrstechnisch einwandfreien Ersatzneubaus als geeignetste Lösung zu präferieren sei. Die Frage einer Finanzierbarkeit wurde daher neuerlich angestoßen. Ein Ergebnis steht derzeit noch aus." Bedeckt hält sich die Stadtgemeinde. "Wir prüfen aktuell intern sämtliche Varianten und sind mit dem Verbund im Gespräch. Erst wenn es ein konkretes Ergebnis gibt, werden wir darüber die Öffentlichkeit informieren", so Bürgermeister Günter Streicher zu MeinBezirk.
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