Wiedereinführung
Der Stier reitet wieder – Kapsreiter ist zurück!

Geschäftsführer Gerhard Altendorfer (l.) und Braumeister Michael Moritz geben die Kapsreiter Wiedereinführung bekannt.
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Paukenschlag – Brauerei Baumgartner haucht Schärdinger Traditionsbier Kapsreiter neues Leben ein.

SCHÄRDING (ebd). Es ist wohl eine der größten Überraschungen in der heimischen Bierbranche. Die Brauerei Baumgartner bringt die 2012 eingestellte Marke Kapsreiter zurück. Bereits 2013 erwarb Baumgartner die Immobilien, die Marke, den Original-Brunnen sowie das Original-Rezept von Kapsreiter. Damals wohl nicht ohne Hintergedanken. Die Überlegungen, die Marke wieder zum Leben zu erwecken, geisterte den Baumgartner-Verantwortlichen bereits seit Jahren im Kopf herum, wie Geschäftsführer Gerhard Altendorfer gegenüber der BezirksRundschau bestätigt: „Wir haben uns über Jahre hinweg sehr intensiv mit der österreichischen und regionalen Markenlandschaft beschäftigt. Damit die Marken- und Produktvielfalt in naher Zukunft in der Region sowie überregional erhalten bleibt, starten wir das Projekt Kapsreiter. Regionale Verkaufsaktivitäten gibt es bereits seit 2017, die Rückmeldungen waren äußerst positiv. Eine traditionelle, ehrwürdige Marke wieder zum Leben zu erwecken, ist eine schöne Aufgabe."

Hohe Investitionen

Dafür musste Baumgartner in den letzten Jahren vorab hohe Investitionen tätigen, denn die Verantwortlichen standen vor zahlreichen logistischen Herausforderungen. „Vor allem die damaligen Kapsreiter Brauanlagen befanden sich in äußerst schlechtem Zustand, weshalb die Brautätigkeit in der Braustätte nicht wieder aufgenommen werden konnte“, ergänzt Baumgartner-Braumeister Michael Moritz.

"Die Bierproduktion wird nicht mehr in den ehemaligen Braustätten von Kapsreiter vollzogen, sondern nach Originalrezept in der Braustätte der Brauerei Baumgartner gebraut."

Bereits 2018 wurde das Kapsreitergebäude teilweise saniert und damit mehr Lager- und Logistikfläche geschaffen. Zusätzlich stand die Revitalisierung des original Kapsreiter Brunnen am Programm. Schließlich sieht das Originalrezept vor, dass fürs Brauen des Kapsreiter Landbieres nur das eigene Brunnenwasser verwendet werden darf. Weiters wurden die Baumgartner Abfüllanlagen adaptiert, um die Etikettierung der neuen speziellen Flaschenform garantieren zu können. "Die Bierproduktion wird nicht mehr in den ehemaligen Braustätten von Kapsreiter vollzogen, sondern nach Originalrezept in der Braustätte der Brauerei Baumgartner gebraut", weiß Moritz.

Folgen weitere Biersorten?

Wichtig ist den Baumgartner-Verantwortlichen die Wiedererkennung der Marke Kapsreiter. Deshalb bleibt die gelbe "Sonne" mit dem gerittenen Stier weiterhin Markenzeichen. Diese wurde lediglich einem leichten Relaunch unterzogen. Eingeführt wird die Marke sowohl in der Gastronomie, als auch im Handel. Erhältlich ist das Traditionsgebräu künftig im 20,5 Liter Fass, in der 0,5 Liter Flasche im 6er-Träger, in der 0,33 Liter Flasche im 12er-Tray sowie in der 0,5 Liter Dose im 24er-Pack. Auf die Frage, ob weitere Kapsreiter-Biersorten oder Gebinde – wie etwa die 20er Kiste – folgen werden, meinte Altendorfer: "Wir arbeiten an der möglichen Umsetzung weiterer Ideen."

Zur Sache

Die Brauerei Kapsreiter wurde 1590 von Leonard Ledermüller gegründet. Namensgeber Michael Kapsreiter, ein bayerischer Bierbrauer, übernahm die Brauerei 1863. Bis 1980 blieb sie in Familienbesitz. Das Unternehmen entwickelte sich in der Zeit rund um den 2. Weltkrieg zu einem Brau-, aber vor allem auch Baukonzern und zählte mit den drei Sparten Kapsreiter Bau, Kapsreiter Bier und Kapsreiter Granit zu den wichtigsten Arbeitgebern in der Region. Nach dem Konkurs der Baufirma wurde die Brauerei von der Familie Haas übernommen. 1987 ging die Traditionsbrauerei in den Besitz der Wiener Brauerei "Ottakringer" über. 1995 übernahm Gustav Harmer. Ende 2012 folgte die Schließung.
Vorerst wird nur das Kapsreiter Landbier hell gebraut. Das Bier (5,3 Vol.%, 12,6 Gew. %) überzeugt durch einen kräftigen Körper und ein vollmundiges Aroma.

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