Leserbrief
"Europa hat kein Monopol auf ewigen Reichtum“
- hochgeladen von David Ebner
Der Schärdinger Richard Armstark macht sich in einem Leserbrief Gedanken über die Zukunft der europäischen Autoindustrie und den nicht gottgegebenen Reichtum Europas.
Die europäischen Autobauer müssen wohl oder übel endlich einsehen, dass es nicht gottgegeben ist, die jahrzehntelang herrschende Vormachtstellung im Autobau auf „ewige Zeiten“ aufrecht halten zu können. Insofern bedarf es nicht eines ständigen Gejammers, sondern eines realistischen Blicks auf die neuen Gegebenheiten der Weltökonomie.
Wer kann es den Chinesen verdenken, dass sie nach Jahrzehnten des ökosozialen Rückstandes auch im Bereich der Autoindustrie aufgeholt und zurzeit sogar da und dort die Nase vorne haben? Konnten wir wirklich so abgehoben sein und annehmen, dass die Vormachtstellung im Automobilbau, welche uns Europäern zu satten Exporterlösen verhalf, kein Ablaufdatum haben kann?
So wie auch die Zeit der „Kolonialmächte“ ihr natürliches Ende gefunden hat, genauso wird es auch im Sinne einer Angleichung normal sein, dass die (noch herrschende) Vormachtstellung des Westens so langsam in ein Miteinander auf gleicher Augenhöhe übergeht .
Für eine friedliche Weltordnung sollen und müssen wir es einfach akzeptieren, dass wir im Westen nicht die Herren der Welt sein können, auch wenn dies wohl bedeutet, Abstriche von unserem sehr hohen Lebensstandard hinnehmen zu müssen. Wenn wir wollen, „schaffen wir das.“
Richard Armstark
Schärding
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