01.10.2014, 18:00 Uhr

Ampfer – Der Wegbereiter

Die diplomierte Hebamme Gabriele Bernauer (li.) und die Dipl. Krankenschwester Elke Liebe haben viel Freude beim Strumpf’nstechen. Dadurch haben Sie die Kraft des Ampfers für sich und ihre Mitmenschen entdeckt. (Foto: privat)

Der Ampfer - von Landwirten gehasst und bis aufs letzte bekämpft. Was es mit dieser Pflanze auf sich hat, veranschaulicht der ImpulsFRAUEN-Vortrag am Dienstag, 7. Oktober.

SUBEN. Was es mit dem Ampfer auf sich hat, hat sich die diplomierte Hebamme Gabriele Bernauer schon als Kind gefragt: „Es gibt doch nichts, was nicht auch für etwas gut ist, oder?“ Naturverbundene schätzen ihn als Salatbeigabe. Besonders im Frühling vertreibt der Sauerampfer die Frühjahrsmüdigkeit. „Der Ampfer ist ein wahres Wundermittel, besonders bei Burnout-Gefährdeten“, davon sind Elke Liebl und Gabriele Bernauer überzeugt.

Diese Frage nach dem Nutzen dieses Krauts schlummerte allerdings einige Jahre tief in Bernauer, bevor sie vor ein paar Jahren wieder hoch ans Licht trat. Seither hat sich die Subenerin auf die Suche nach dem Sinn des Ampfers – auch Schlipfnstaud‘n oder Strumpf’n genannt – gemacht. Und beim vielen Strumpf‘nstechen mit ihrer Freundin Elke Liebl kam sie jeweils in einen meditativen Zustand. Erst danach bemerkten die beiden Frauen, welche Schätze sich im Ampfer verbergen. So sahen sie die Schönheit erst in der Wurzel, die sich in schönen Ringanordnungen wie ein Mandala gestaltet. Das Interesse an der Pflanze wuchs immer mehr.

Wichtige Erkenntnis

Auf ihrer Suche nach der Sinnhaftigkeit stießen die Hebamme und die Krankenschwester auf einen Biologen, der die Funktion des Gewächses erklären konnte: Der Ampfer entstehe dort, wo der Boden zu wenig Selen aufweise. Mit seinen tiefen und langen Wurzeln, befördere die Schlipfnstaud’n das essentielle Spurenelement Selen an die Oberfläche, so dass der Boden aufbereitet werde und gesunden könne. Wenn dies geschehen sei, komme der Ampferkäfer an die Reihe und das Kraut verschwinde. Ein natürlicher Kreislauf also.

Schonende Destillation

Bei einem Biobauer stellten die inzwischen zu Strumpf‘n-Liebhaberinnen mutierten Damen fest, dass sich das Kraut gut hydrolieren, also Wasserdampf-Destillieren, lässt. Die beiden leisteten sich gemeinsam eine Kupferdestille ganz nach dem Vorbild Leonardo da Vincis und starteten die ersten Versuche. Schnell war klar, dass der Ampfer nicht nur in der Natur seine Kraft entfaltet, sondern auch dem Menschen zugute kommt. „Da ist eine starke Kraft dahinter! Die Kraft des hydrolierens hat mich fast umgeworfen“, so die Subenerin. Warum der Ampfer so wirksam ist? „Selen ist wesentlicher Bestandteil zum Stressabbau“, so Bernauer. Gerade bei Burnout-Gefährdung sei dieses Spurenelement essentiell.

Interesse an der Strumpfn?

Wer mehr über die Wirkungsweise und Herstellung eines Ampfer-Hydrolates erfahren möchte, hat am Dienstag, 7. Oktober, um 19.30 Uhr, Gelegenheit dazu. Der Verein ImpulsFRAUEN lädt gemeinsam mit Gabi Bernauer und Elke Liebl, zum aktiven Vortrag „Ampfer – der Wegbereiter“ zum Stiegenwirt Schneebauer in Schärding, ein.

Unkostenbeitrag: Euro 5,-/Mitglieder Euro 3,--
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