25.09.2014, 00:00 Uhr

Die Lokale am Inn: Nochmal von Anfang

Im Wassertor am Inn möchten Ingrid und Tonio Garibaldi Anfang Dezember ihre Pizzeria neu eröffnen.

Pizzeria Garibaldi zieht vom Regen in die Traufe: "Wir sind uns dem Risiko bewusst".

SCHÄRDING (kpr). Was aus dem ehemaligen "Nebraska", der Pizzeria Garibaldi und der Burgtaverne Wassertor wird, war lange Zeit Spekulationen überlassen. Nach der Flut im vergangenen Jahr stand die Zukunft der Lokale am Unteren Stadtplatz in den Sternen. Nun herrscht zumindest über den Verbleib von einem der drei Gewissheit: Die Pizzeria Garibaldi zieht noch heuer ins Wassertor. Dem Ehepaar Ingrid und Tonio Garibaldi hat das Hochwasser 2013 schwer zugesetzt.

"Wir waren durch den Existenzverlust wahnsinnig geschockt", sagen sie zur BezirksRundschau. Aber warum dann der Umzug vom Regen in die Traufe? "Wir sind uns dem Hochwasser-Risiko im Wassertor bewusst. Aber es haben letztlich mehrere Gründe dazu geführt, dass wir uns für diesen Ort entschieden haben", erklären die Gastronomen. So hätten sie von vielen Seiten – von Freunden, Gästen und Politik – zu hören bekommen: "Bitte kehrt's Schärding nicht den Rücken." Hinzu komme, dass sich das Ehepaar in der Barockstadt zuhause fühle – auch trotz der italienischen Wurzeln von Koch Tonio. "Wir haben intensive Aufbaujahre hinter uns. So etwas kann man nicht einfach zurück lassen", erklären die beiden Gastronomen.

Die Angst vor dem Wasser bleibt
Die Angst vor dem Hochwasser können sie nicht einfach abschütteln. "Aber wir vertrauen auf den Hochwasserschutz an der Innlände und das eingebaute Pumpsystem", sagt Ingrid Garibaldi. Dieser reicht von der Schiffsanlegestelle bis zum Kurhaus. Als Zusatzschutz wurden im Erdgeschoss Betonwände eingezogen. Im historischen Gebäude mit der wunderbaren Aussicht auf den Inn wollen die Garibaldis nun neu durchstarten. Die Umbauarbeiten sind in vollem Gang: Gerade wird die Innterrasse renoviert und demnächst kommen neue Fenster.

Nebraska und Haas-Gebäude noch leer
Gebaut wurde auch in den Räumen, in denen zuvor die Pizzeria untergebracht war. "Jetzt passt baulich alles", informiert Hans-Joachim Haas von der gleichnamigen Holding GmbH. "Die Suche nach einem Pächter haben wir noch nicht intensiviert." Deshalb sei so bald nicht mit einer Neueröffnung zu rechnen. Ähnlich sieht es im ehemaligen "Nebraska" aus. Inhaber Ferdinand Grömer: "Es wird derzeit noch umgebaut. Wir befinden uns im Planungsstadium."
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