29.08.2014, 08:30 Uhr

Hausapotheke der Natur

Wann? 06.09.2014 17:00 Uhr

Wo? Unimarkt Allerheiligen, Schärding AT
Um Springkraut, Brennessel und Gänsefuß geht es bei der Kräuterwanderung mit der Schärdinger Biologin Gerti Pammer. (Foto: Privat)
Schärding: Unimarkt Allerheiligen | SCHÄRDING. Um Springkraut, Brennessel und Gänsefuß geht es bei der Kräuterwanderung mit der Schärdinger Biologin Gerti Pammer am Samstag, dem 6. September, um 17.00 Uhr ab Unimarkt Allerheiligen (Passauerstraße in Schärding) statt. Kosten: € 8 pro Person. Anmeldung nimmt Schärding Tourismus unter der Tel. Nr.: 0043/7712/4300-0 jederzeit gerne entgegen. Kleine Kräuternachhilfe über das drüsige Springkraut oder Rührmichnichtan. Es ist ein Einwanderer aus Indien, der vor Jahren noch als Kostbarkeit, als sogenannte Bauernorchidee unter GärtnerInnen weitergegeben wurde. Mittlerweile säumt es Waldränder, Straßengräben und Uferbereiche von Gewässern großflächig. Es gab Befürchtungen, dass es überhand nehmen und die einheimischen Pflanzen verdrängen würde. Tatsache ist, dass Pflanzen seit jeher wandern, und sich neue Lebensräume durch verschiedene Umweltveränderungen ergeben. Die Blüte ist wie ein Kunstwerk, fünf verschieden große rote Kronblätter verbinden sich zu einer 2-seitig symmetrischen Blüte mit einem gekrümmten Sporn, indem sich der sehr süße Nektar befindet. Die Blätter sind einfach und ungeteilt, der Stängel ist saftig, glasig durch-scheinend. Neben dem rosafarbenen Drüsigen Springkraut kommen auch noch das einheimische großblütige und das kleinblütige gelbe Springkraut vor, bekannt sind sie auch unter dem Namen „Rühr mich nicht an“. Sie heißen so, da die Samenkapseln bei der leichtesten Bewegung oder Berührung aufplatzt und ihre Samen bis zu 7m weit geschleudert werden können. Eine Pflanze kann bis 4000 Samen produzieren, mit dem Wasser kann es sich über große Distanzen ausbreiten. Alle Kinder lieben das Aufspringenlassen der Kapseln, am besten geht das, wenn die Kapseln trocken und prall sind. Die schwarzen Samen schmecken übrigens nussig und gut auf dem Butterbrot oder pur. Die frischen Blätter sind nicht genießbar, aber sehr hilfreich, wenn uns Gelsen oder Brennnesseln zu nahe gekommen sind. Da kann das frische Kraut zerdrückt und auf die juckenden Stellen aufgelegt werden. Der Schmerz lässt nach, die Schwellung geht zurück, nicht umsonst gehören die Springkräuter zu den Balsaminengewächsen. Bei den Imkern wird das Springkraut sehr geschätzt, da es bis in den Herbst hinein blüht und somit eine hervorragende Bienenweide ist.
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