14.06.2017, 15:30 Uhr

Im Dienste von Blau-Weiß-Blau

Asylwerber werden bei der Union Enzenkirchen in den Fußballbetrieb integriert. Nun gab's dafür eine Auszeichnung. (Foto: Union Enzenkirchen)

Union Enzenkirchen setzt mit Flüchtlings-Sozialprojekt ein Zeichen

ENZENKIRCHEN (ebd). Mit dem Projekt "Blau-Weiß-Blau verbindet" – das im Rahmen der Aktion "Sport Verein(t)" der Sportunion Österreich ins Leben gerufen wurde – unterstützt der Verein die im Ort untergebrachten Flüchtlinge bei der Integration. "Im Rahmen des Projekts trainieren jeden Dienstag rund fünf Flüchtlinge bei den 'Alten Herren' mit", weiß Christoph Schmidseder von der Union Enzenkirchen. Zwei Spieler schafften den Sprung in die Kampf- und Reservemannschaft. "Seit dieser Zeit sind Hamid Khodadady und Jawad Mohssenzade beim Fußballverband angemeldet und fixer Bestandteil unseres Teams", so Schmidseder.

Politik nichts verloren

Da die Anzahl der in Enzenkirchen untergebrachten Asylwerber sich seit 2016 halbiert hat, spielen derzeit keine Flüchtlingskinder im Nachwuchsbereich. "Sollten aber wieder welche kommen, werden wir ihnen natürlich anbieten, bei uns im Nachwuchs zu spielen", sagt Schmidseder, der die U13 Mannschaft trainiert. Das soziale Engagement der Union Enzenkirchen wurde nun von hoher Stelle gewürdigt. Für das Projekt erhielt der Enzenkirchner Verein von der Fit Sport Austria GmbH und Sportminister Hans Peter Doskozil das Qualitätssiegel für gesunde Bewegung und Sport im Verein. "Bei der Union Enzenkirchen zählen weder Hautfarbe, Religion noch politische Ansichten. Was zählt, ist die Gemeinschaft unter unseren Vereinsfarben Blau-Weiß-Blau."
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