Bergretter müssen immer mehr leisten

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KALTENBACH (red). Wissen, Können und alpines know-how; das stellt jeder Bergretter unentgeltlich zur Verfügung; und natürlich die Bereitschaft zu helfen; im schwierigen Gelände, bei oftmals ungünstigsten Witterungsverhältnissen, bei Tag und Nacht. Das Einsatzgebiet der Ortsstelle umfasst die das gesamte vordere Zillertal mit den Gemeinden Gemeinden Fügen, Fügenberg, Hart, Uderns, Ried, Kaltenbach, Stumm, Stummerberg und Aschau, insgesamt sind 220 km2 zu betreuen. Im Jahr 2017, dem 43. Bestandsjahr der Ortsstelle Kaltenbach, wurden mit 41 Mitgliedern (davon 2 Frauen) 36 Einsätze mit insgesamt 900 Einsatzstunden absolviert. "Im Sinne einer breiten Aufklärung der Bevölkerung möchten wir als Bergrettung auch darauf hinweisen, dass nach unseren Einsätzen eine Rechnungsstellung an die geborgene Person erfolgt. Ist die geborgene Person in einer der Gemeinden unseres Einsatzgebietes wohnhaft, so wird im Regelfall aber auf eine Verrechnung verzichtet. Grundsätzlich lässt sich das Kostenrisiko mit einer privaten Unfallversicherung sehr einfach abdecken (zB Bergrettung für die ganze Familie, mit einem Bergekostenschutz bis zu € 25.000,-- und einer jährlichen Prämie von € 28,--).", erklärt Obmann Andreas Wierer.

Mehr Raum

In den tourismusintensiven Sommermonaten mussten immer wieder Urlauber aus oft misslichen und gefährlichen Situationen im Alpinbereich geborgen und medizinisch erstversorgt werden. Aber nicht nur den Urlaubern gilt die Fürsorge der Ortsstelle, oft genug mussten auch Einheimische geborgen und versorgt werden.
Der Winter war, wie in den vergangenen Jahren auch, geprägt von Such-, Berge- und Lawineneinsätzen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schigebiete; oftmals auch unter großer Gefahr für die Einsatzmannschaft. Um den hohen Anforderungen an eine zeitgemäße Rettungstechnik weiterhin bestens entsprechen zu können, wurden 40 Schulungen vom Ausbildungsteam der Ortsstelle organisiert und von den Bergrettern eifrig besucht. Weiters konnten wir in unserem Bergrettungsheim in Kaltenbach neue Räumlichkeiten dazugewinnen. "Bedingt durch den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Kaltenbach und die damit verbundene Übersiedlung der Feuerwehr Kaltenbach in ihre neuen Räumlichkeiten, steht uns nunmehr ein gesamtes Haus mit Fahrzeuggaragen, großem Schulungsraum und zeitgemäßem Materialdepot als Einsatzzentrale zur Verfügung. Wir freuen uns sehr und bedanken uns bei der Gemeinde Kaltenbach ganz herzlich für die Unterstützung. Nach vielen Jahren der „Wanderschaft“ haben wir nun unsere gesamte Ausrüstung incl. Fuhrpark unter einem Dach unterbringen können", so Obmann Wierer weiter.
Bei der kürzlich durgeführten Jahreshauptversammlung wurde in der turnusmäßig abzuhaltenden Neuwahl Ortsstellenleiter Andreas Wierer mit seinem Team eindrucksvoll und einstimmig bestätigt.Die im Rahmen der Versammlung anwesenden Herren Hermann Spiegl (Landesleiter Bergrettung Tirol) und Stefan Hochstaffl (Präsident Österreichischer Bergrettungsdienst) konnten 5 neue Bergretter für die Ortsstelle Kaltenbach angeloben und Ehrenurkunden für langjährige, verdienstvolle Tätigkeit in der Ortsstelle an Andreas Wörter und Walter Mauracher überreichen. Wierer:  "Abschließend dürfen wir von der Bergrettung Kaltenbach den Sprengelgemeinden, Bergbahnen und unseren privaten Sponsoren und Gönnern ein herzliches „Dankeschön“ für die wohlwollende Unterstützung unserer Ortsstelle sagen."

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