Acht Bezirke betroffen
Droht "Eule" die Schließung im Herbst?

Bgm. Hans Lintner, "EULE" Schwaz-Leiterin Mag. Ilse Wehinger und Vize-Bgm. Victoria Weber hoffen auf eine positive Lösung vom Land.
  • Bgm. Hans Lintner, "EULE" Schwaz-Leiterin Mag. Ilse Wehinger und Vize-Bgm. Victoria Weber hoffen auf eine positive Lösung vom Land.
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SCHWAZ. Das Land Tirol will laut Aussagen von LR Gabi Fischer (GRÜNE) künftig auf ein „dezentrales System mit freiberuflichen Therapeuten“ setzen. Bis zum Herbst soll ein Plan für das neue Versorgungssystem präsentiert werden.

Diese Verlautbarung hat in den Einrichtungen und vor allem auch bei den betroffenen Familien große Aufregung und Verunsicherung erzeugt. Es besteht die Befürchtung, dass sich durch die Schließung der Therapiezentren und die Auslagerung zu freiberuflichen Therapeuten und Therapeutinnen viele Familien die Therapien für ihre Kinder nicht mehr leisten werden können. Insgesamt betreuen die Einrichtungen der „Eule“ mehr als 1.300 Kinder in ganz Tirol.
Aktuell werden deshalb über eine Online-Petition („Therapien für Kinder sicherstellen - Jetzt! keine Schließung von Therapiezentren ohne Folgemodell!“) Unterstützungserklärungen für eine verlässliche Weiterführung des Programms der „Eule“ gesammelt, welche dann an die zuständige Landesrätin Fischer von den GRÜNEN übermittelt werden sollen.

Unverständlichkeit

Betroffenheit auch bei Leiterin Mag. Ilse Wehinger (Leitung, Klinische- und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin):

„Ich sehe sowohl die Therapiezentren, als auch den niedergelassenen Bereich als wichtige Bestandteile der therapeutischen Versorgung der Kinder und Jugendlichen. Mit der Schließung der Therapiezentren würde ein sehr wichtiger Bestandteil dieser Versorgung wegbrechen und es stellt sich für mich die Frage, ob ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen, damit die Kinder und Jugendlichen die notwendigen Therapien erhalten“.

Unterstützungen angesagt

Bgm Hans Lintner: 

„Die Eule“ leistet seit vielen Jahren am Standort Schwaz wertvolle Unterstützungsarbeit für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten und emotionalen Problemen. Deshalb wurde das Schwazer Therapiezentrum in der Münchnerstraße 48A in der Vergangenheit immer wieder von der Stadtgemeinde Schwaz und der Dr. Walter Waizer Stiftung gefördert und unterstützt. Ich und Sozialreferentin Victoria Weber setzen sich daher bei den zuständigen Stellen im Land für einen Fortbestand des Angebots in leistbarer Form ein. Unabhängig davon wird betroffenen Schwazer Familien Hilfe und Unterstützung garantiert, sei es durch die Dr. Walter Waizer Stiftung oder den Sozialfonds der Stadtgemeinde Schwaz. Auch der Verein „Kinderhilfe Bezirk Schwaz“ und die Schwazer Serviceclubs (Kiwanis, Lions, Rotary) sind gerade im Bereich der Unterstützung für bedürftige Kinder wertvolle Partner im sozialen Netzwerk von Schwaz“

so der Bürgermeister.
Sozialreferentin Vize-Bgm Victoria Weber:

„Wie wichtig diese Einrichtung ist, zeigen der große Aufschrei bei den betroffenen Familien und dem Personal sowie die langen Wartelisten von Kindern und Jugendlichen für einen Therapieplatz", setzt sich Sozialreferentin Victoria Weber für den Erhalt des Therapiezentrums ein. "Geld steht für so vieles zur Verfügung, aber hier wird der Sparstift angesetzt. Es wurden nicht kostendeckende Tarife verrechnet, was wiederum zu einer finanziellen Schieflage geführt hat. Diese Situation gibt es im Sozialbereich häufiger, dass nicht kostendeckend gearbeitet werden kann. Wir brauchen eine derartige Struktur wie die der Eule dringend und keine Scheinlösungen. Das ist die öffentliche Hand den betroffenen Eltern, Kindern, Jugendlichen und TherapeutInnen schuldig",
so Weber. 

Anfragen und Unterstützungsansuchen können, unabhängig von der Letztentscheidung des Landes Tirol in Bezug auf das Nachfolgemodell für die Therapieeinrichtung „Die Eule“ – an das Sozialamt der Stadtgemeinde Schwaz gerichtet werden. (Sozialamt@schwaz.at bzw. Tel. 05242-6960-314).

Mehr über die EULE TIROL: 
  HIER

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