Geschafft: Bronze und Silber für Florianijünger - mit VIDEO & BILDERGALERIE

Stolz auf ihre Leistung: Die 21 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Jenbach traten bei der technischen Leistungsprüfung *A* in der Stufe I bzw. Stufe II an.
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  • Stolz auf ihre Leistung: Die 21 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Jenbach traten bei der technischen Leistungsprüfung *A* in der Stufe I bzw. Stufe II an.
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JENBACH (dkh). Die Anspannung war groß, als vergangenen Samstag die 20 Teilnehmer der Freiwilligen Feuerwehr Jenbach zur technischen Leistungsprüfung Form *A* antraten. An die 900 Stunden Trainingszeit in 15 Proben investierten sie in den Monaten vor der Prüfung. Doch es hat sich bezahlt gemacht: Alle drei angetretenen Gruppen – eine in Bronze und zwei in Silber – haben die Prüfung mit Bravour gemeistert.

Theorie und Praxis

Jeweils zwölf Teilnehmer bilden eine Gruppe. Die Kandidatinnen und Kandidaten dürfen während der gesamten Prüfung nur reden, wenn es sich um Kommandos handelt oder um Fragen der Prüfer zu beantworten.

Nach der Standes- und Ausrüstungskontrolle muss sich die gesamte Gruppe der Gerätekunde stellen. Dabei zieht jeder drei Kärtchen und muss anschließend bei verschlossenen Fahrzeugtüren innerhalb eines Radios von zehn Zentimetern anzeigen, wo genau sich der gefragte Ausrüstungsgegenstand befindet.

Nach diesem theoretischen Teil geht es an den Angriff. Simuliert wird ein Verkehrsunfall bei dem die Fahrertür des Fahrzeuges (dargestellt durch ein Gestell) klemmt, das Dach eingedrückt ist und der Fahrer im Auto sitzt. Dieser Einsatz ist innerhalb eines Zeitfensters von 270 bis 450 Sekunden abzuarbeiten.

"Durch das Zeitfenster wird versichert, dass es sich um eine Leistungsprüfung und nicht um einen Wettkampf handelt", betont der Leiter der Prüfungskommission, Josef Kometer. Innerhalb dieser Zeit muss die Sicherung des Unfallortes stattfinden, sowie die Bergung des fiktiven Verunfallten mittels Bergescherenausrüstung absoviert sein. Nachdem der Angriff fertig ist und die Prüfungskommission die gesamte Strecke abgeht, muss sich der Gruppenkommandant (bei Silber auch der Maschinist) noch weiteren Theoriefragen stellen. Insgesamt dauert eine Prüfung 50 bis 60 Minuten. 

Bravourös gemeistert

Alle drei Gruppen haben den Angriff jeweils fehlerfrei gemeistert. Somit können sich nun acht Feuerwehrmitglieder (darunter mit Tanja Großegger die erste Frau, welche im Bezirk die technische Leistungsprüfung absolvierte) über das Bronze-Abzeichen freuen, 13 weitere sogar über das Silberne.

Kommandant Sebastian Atzl, der selbst auch in der Silbergruppe teilgenommen hat, bedankte sich bei seinen Kameraden für den Einsatz und das Engagement und beim Bewerterteam für eine faire Bewertung sowie die Schaffung einer angenehmen Prüfungsatmosphäre. Besonderer Dank galt Christoph Rofner, der die Koordination und Organisation der Prüfung übernahm.

Zahlreiche Besucher – Familien und Freunde der Teilnehmer – feuerten die drei Gruppen an und wurden anschließend im Feuerwehrhaus zur Verleihung der Abzeichen und einem gemütlichen Beisammensein mit Spanferkel eingeladen.

Die Grußworte der Gemeinde überbrachte Bgm. Dietmar Wallner, der es aus Gemeindesicht sehr löblich findet, dass der Umgang mit den Geräten so stringent eintrainiert würde, zum Wohle der Jenbacher Bevölkerung. 

Bezirkskommandant-Stellvertreter Hansjörg Eberharter war von den Leistungen begeistert und hob besonders die Kameradschaft der Gruppe hervor. 

Neues Format

Die technische Leistungsprüfung Form *A* ist die neue Form des technischen Leistungsbewerbes. Die Feuerwehr Jenbach war vor zweieinhalb Jahren die erste im Bezirk, welche die Prüfung Neu Stufe I (Bronze) durchführte. Nun waren sie wiederum die ersten, die die Stufe II (Silber) meisterte.

Die technische Leistungsprüfung ist kein Wettbewerb, sondern soll die Feuerwehrmitglieder auf den tatsächlichen technischen Einsatz bei Verkehrsunfällen vorbereiten. Die Handgriffe sitzen, jeder weiß, was zu tun ist und somit kann Betroffenen sehr schnell und effizient geholfen werden. 

Im Bezirk hat noch die Feuerwehr Achenkirch diese Prüfung absolviert, im Herbst diesen Jahres wird die Feuerwehr Wiesing antreten – in einer leicht abgewandelten Form mit Hebekissen für Feuerwehren ohne Bergescherenausrüstung. 

Autor:

Dagmar Knoflach-Haberditz aus Schwaz

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