Planungsverband Zillertal
Neophyten-Sammlung – welche Pflanzen sind problematisch?

Der hochgifte Riesen-Bärenklau
 gehört ebenfalls zu den Neophyten.
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  • Der hochgifte Riesen-Bärenklau
 gehört ebenfalls zu den Neophyten.
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ZILLERTAL (red). Neophyten zu sammeln ist gut und recht. Aber um welche Pflanzen handelt es sich dabei? In einer zweiteiligen Serie stellen wir die problematischen Pflanzen vor. Der erste Teil beschäftigt sich mit den giftigen und daher gesundheitsschädigenden Neophyten.

Schmalblättriges / Südafrikanisches Greiskraut:

Vorkommen:
Offene gestörte Flächen, Verkehrswege, lichte Wälder, Weideflächen, Felsen. Kommt von der Ebene bis ins Gebirge (1.900 m) vor.
Problematik:
Giftig für Weidetiere und Bienen. Das Gift kann über Fleisch, Milch und Honig vom Menschen aufgenommen werden. Durch die in der Pflanze enthaltenen giftigen Pyrrolizidin-Alkaloide können Weidetiere bei längerer Aufnahme zunächst Schäden an Leber, Lunge und Blutgefäßen inkl. Leberzirrhose erleiden und schließlich daran sterben. Auch Bienenvölker können daran verenden.
Erkennungsmerkmale:
Gelbe 1,5 cm bis 2,5 cm große Blüten mit schmalen, scharf gezähnten Blättern, nach Abblühen Fruchtbildung mit Haarkranz (ähnlich wie beim Löwenzahn), Pflanze von Grund an stark verzweigt und oft holzig, 20-100 cm hoch.
Bekämpfung:
Ausreißen der gesamten Pflanze. Handschuhe tragen!

Beifuß-Ambrosie, Traubenkraut, Ragweed

Vorkommen:
Vor allem an gestörten Flächen, entlang von Straßen oder in Hausgärten.
Problematik:
Die hochallergenen Pollen können schwerwiegend verlaufende Allergien (Heuschnupfen) hervorrufen, oft mit Asthma als Folgeerscheinung. Kontakt zu blühenden Pflanzen daher meiden bzw. nur bei Schutzausrüstung (Handschuhe, Staubmaske, Schutzbrille). Im nicht blühenden Zustand ist die Pflanze unbedenklich.
Erkennungsmerkmale:
Sehr unscheinbare Blüten, mit einer Größe von max. 5 mm direkt am Stängel wachsend, Stängel stark verzweigt, Blätter im unteren Stängelbereich paarweise gegenüberliegend, 20 cm bis 120 cm hoch.
Bekämpfung:
Ausreißen der gesamten Pflanze. Atemschutz, Handschuhe und langärmlige Kleidung tragen!

Riesen-Bärenklau

Vorkommen:
An gut wasserversorgten und nährstoffreichen in Gewässernähe, Gewässerufer, Straßen- und Bahnböschungen, Deponien, Wiesen, Schlagfluren und Auen.
Problematik:
Hochgiftig für Mensch und Tier!!! Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe (Furanocuminarine) löst die Pflanze phototoxische Reaktionen aus (schwere Hautverbrennungen bis 3. Grades in Kombination mit Sonnenlicht!). Aus diesem Grund ist der Hautkontakt mit dem Pflanzensaft unbedingt zu meiden! Die Pflanze nicht ohne Schutzbekleidung berühren!
Erkennungsmerkmale:
Bis zu 4 m hoch; kräftige, hohle Stängel mit purpurnen Flecken; Blütenstand schirmförmig mit einem Durchmesser von bis zu 50 cm;  3-5teilige behaarte Blätter mit spitzen Abschnitten bis zu 3 m lang; Früchte zwischen 10-14 mm lang und 6-8 mm breit. Ölstriemen auf den Samenschalen.
Bekämpfung:
Gemeinde verständigen! Profis erledigen das Entfernen.
Meldung unbedingt erforderlich:
Diese hochgifte Pflanze niemals berühren!!!  Bei Sichtung von Riesen-Bärenklau, den genauen Standort inkl. detaillierter Angaben zu Menge, Fläche, etc., wenn möglich inkl. Foto, bitte direkt an das Neophytenkompetenzzentrum Tirol melden. Kontakt: konrad.pagitz@uibk.ac.at.

Informiert in den Tag starten!

Mit dem Bezirksblätter "Update am Morgen".

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Autor:

Florian Haun aus Tirol

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