11.10.2017, 13:17 Uhr

Erfolgsmodell Frühförderung

STRASS (red).  „Als Mario zum Laufen begann, ist er oft gegen den Türstock gerannt oder hingefallen“, erinnert sich seine Mutter. Verunsichert besuchte sie Ärzte und holte die Frühförderung ins Haus. Mit der Frühförderin lernt er immer neue Spiele kennen und entwickelte so Geschicklichkeit, Wahrnehmung und Sprachgefühl. Denn Mario kann geschickt anpacken: Wenn die Frühförderin ihm Bilder für ein Rezept vorlegt, weiß er, was zu tun ist. Zielsicher organisiert er Küchengeräte und verarbeitet die Zutaten schon mit 4 Jahren zu Küchlein. Auch wenn er Puzzles zusammensetzt, ist er wesentlich flinker als seine Altersgenossen. Selbst wenn einmal zwei Bilder durcheinandergeraten, erkennt er sofort, was zusammengehört, fügt Details zusammen, während Ältere sich noch am Rand entlangtasten. Und wenn die Frühförderin ein paar grobe Bretter mitbringt, zimmert er daraus eine Garage und fixiert seinen Bau mit ein paar Schrauben.
Frühförderin Sigrid Klausner lässt ihn mit einem Stift in Sand malen, im Rasierschaum Muster zeichnen oder sie bringt große Stifte, die ihn besonders faszinieren.
„Es ist schon fein, dass Sigrid zu uns kommt“, sagt die Mutter. „Anfangs bin ich mir wirklich allein vorgekommen. Als die Diagnose kam, erzählte ich es nur den engsten Verwandten und fragte mich ‚Was hab ich falsch gemacht?‘ Die Gespräche mit Sigrid gaben mir Sicherheit und nahmen mir meine Selbstzweifel.“
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