03.02.2012, 11:43 Uhr

Der Zillertaler Strategieplan nimmt Gestalt an

Jochl Grießer Projektmanager Strategieplan Zillertal links im Bild mit LAg KO Josef Geisler
Kaltenbach: Firma EMPL |

Bewohner entscheiden über zukünftige Maßnahmen

Vor fast genau einem Jahr hat die Mitgliederversammlung des Planungsverbandes Zillertal auf Antrag ihres Obmannes LAg Josef Geisler einstimmig beschlossen, einen gemeinsamen Strategieplan für alle 25 Gemeinden des Zillertales zu entwickeln. Nach 10 intensiven Sitzungen der Steuerungsgruppe und 16 Workshops mit vier Arbeitskreisen liegt nun ein 70 Seiten starkes Papier auf dem Tisch, welches mit der gesamten Bevölkerung des Tales diskutiert werden soll. Dazu gibt es bereits Termine, wann wir die Bevölkerung zu einer Regionalkonferenz einladen werden, erklären Obmann LAg Josef Geisler und Projektmanager Jochl Grießer anlässlich einer Pressekonferenz letzten Donnerstag im Fahrzeugpark EMPL in Kaltenbach. Bereits am 15. Februar 2012 soll der jetzt vorliegende, vorläufige Gesamtentwurf allen GemeinderätenInnen, Gemeindemitarbeitern und Tourismusfachleuten nähergebracht werden. Am 9. März werde in Fügen und Zell am Ziller mit der Öffentlichkeit diskutiert und am 14. März 2012 gibt es in Mayrhofen eine große Diskussionsrunde, so Jochl Grießer. Für die Zillertaler Bürgermeister wird der Inhalt dieses Strategieplanes allerdings keine große Überraschung mehr darstellen, meinte Grießer, da alle Gemeindechefs in den vier Arbeitskreisen und zum Teil in der Steuerungsgruppe an der Entwicklung intensiv beteiligt waren. Wer z.Bsp in den Diskussionsveranstaltungen nicht die Möglichkeit hatte, sich zu äußern, der kann seine Meinung jederzeit über das Online Bürgerforum www.planungsverband-zillertal.at oder per E-Mail unter info@planungsverband-zillertal.at einbringen.

Das Ergebnis aus all diesen Diskussionen soll dazu beitragen, das Zillertal in qualitativer und nicht in quantitativer Hinsicht weiterzubringen.Ebenso solle diese Meinungsvielfalt in raumordnerische Gestaltungsmaßnahmen einfließen und eine gegenseitige Informationspflicht zwischen den einzelnen Gemeinden bei diversen Bauvorhaben, wie z.Bsp neue Liftprojekte, Erweiterungen von Gewerbegebieten, Verkehrslenkungsmaßnahmen etc beinhalten. Es sei geplant, dass der Planungsverband zu solchen Bauvorhaben eine Stellungnahme abgebe, welche auch das Land Tirol als Aufsichtsbehörde erhalten soll und dabei ein gewichtiges Wort mitzureden habe, meinte LAg Josef Geisler. Allerdings, so der Abgeordnete, sei nicht geplant, diese Strategiemaßnahmen in zukünftige gesetzliche Maßnahmen, z.Bsp in die Raumordnung, einfließen zu lassen.

Derzeit gebe es im Zillertal etwa 48.000 Gästebetten. Nach Ansicht des Projektmanagements Strategieplan Zillertal solle eine Bettenanzahl von 50.000 nicht überschritten werden. Als Begleitmaßnahme werde zusätzlich ein Gestaltungsbeirat eingerichtet, welcher darauf achten solle, dass das Zillertal den Charakter eines typischen Tiroler Gebirgstales beibehält. Viele dieser Maßnahmen seien eben im vorgelegten Gesamtentwurf des Zillertaler Strategieplanes von über 100 freiwilligen MitarbeiternInnen aus allen Schichten der Bevölkerung eingeflossen und sollen das Tal in Zukunft lebenswerter und liebenswerter gestalten, so die Aussagen der Verantwortlichen aus Politik und Management.
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hannes hollaus aus Schwaz | 11.02.2012 | 14:55   Melden
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