11.10.2017, 06:05 Uhr

Ausgezeichnete Waldarbeit

Frischgebackene Staatspreisträger, Familie Penker aus Kolbnitz (Foto: KK)

Den österreichischen Staatspreis für Waldwirtschaft nahm Familie Penker aus Kolbnitz entgegen.

KOLBNITZ (pgfr). Am 29. September fand in Kitzbühel der Österreichische Waldbauerntag 2017 statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurde der Österreichische Staatspreis für Waldwirtschaft an vorbildhafte Betriebe aus ganz Österreich vergeben.

Wertgeschätzte Waldbauern

Als Wertschätzung, um das Selbstverständnis der Waldbauern zu stärken und den Stellenwert der bäuerlichen Waldwirtschaft zu erhöhen, wird jährlich im Rahmen des Waldbauerntages der Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft vergeben. „Ausgezeichnet werden private forstwirtschaftliche Einzelbetriebe oder Gemeinschaften für eine besonders beispielhafte Waldwirtschaft im Hinblick auf Kreativität, Unternehmergeist, ökologieorientierte Produktion sowie wirtschaftliche Optimierung bei der Nutzung oder der Vermarktung der Ressource Wald“, erklärt Rudolf Rosenstatter, Bundesobmann des Waldverbandes Österreich.


Staatspreis nach Kolbnitz

Der Bergbauernhof von Josef und Tamara Penker aus Kolbnitz liegt auf einer Seehöhe von 680 Metern. Die Flächen gliedern sich in rund 60 Hektar Wald, rund 30 landwirtschaftliche Nutzfläche und sieben Hektar Alm. Zusätzlich verfügt die Familie über agrargemeinschaftliche Wald- und Alm-Anteilsrechte und hat auch Flächen dazugepachtet. Bei den Waldflächen handelt es sich fast ausschließlich um Schutzwald, teilweise in extremen Steillagen, die sich von 600 bis 2.000 Metern Seehöhe erstrecken. Seit dem verheerenden Sturmereignis Paula im Jahr 2008, nach dem der Betrieb eine Kahlfläche von circa elf Hektar zu verzeichnen hatte, beschränkt sich der Holzeinschlag hauptsächlich auf Pflege- und Durchforstungsmaßnahmen.

Botschafter des Waldes

Der Wald nimmt eine Schlüsselrolle beim Klimaschutz ein. Allerdings wird er durch die Folgen des Klimawandels vor große Herausforderungen gestellt. Um die Waldbesitzer bei der Anpassung der Wälder an das geänderte Klima zu unterstützen, wurde die Initiative „Holz verwenden ist gut für das Klima – Wir machen unseren Wald klimafit!“ initiiert. Erstmalig werden heuer im Rahmen der Staatspreisverleihung Auszeichnungen in der Sonderkategorie für eine besonders klimafitte Waldbewirtschaftung vergeben, um die Bedeutung und Notwendigkeit dieses Themas zu unterstreichen. Die Staatspreisträger sollen als Botschafter des Waldes Vorbild sein und andere motivieren, den Wald aktiv zu bewirtschaften. Dadurch bleiben die vielfältigen Funktionen des Waldes auch für zukünftige Generationen erhalten.

Klimafitte Bewirtschaftung

Ausgehend von einem typischen Fichten-Tannen-Lärchen-Altersklassenwald wird durch die Bewirtschaftung ein höherer Anteil an Mischbaumarten angestrebt.
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