26.10.2017, 09:57 Uhr

Karate: Medaillenregen bei der Jugend-Weltmeisterschaft

Kristin Wieninger, Bundestrainerin Marianne Kellner, Funda Celo und LZ-Chef Erhard Kellner (Foto: privat)

Sensationeller Auftakt für Österreich bei den Jugend-Weltmeisterschaften in Teneriffa: Funda Celo und Patricia Bahledova erreichen das große Finale und werden Vize-Weltmeister, Kristin Wieninger holt sich im kleinen Finale Bronze.

ST. PÖLTEN (red). Die 15-jährige SLZ/HASL-Athletin Funda Celo zeigte sich bei ihrem ersten WM-Start völlig unbeeindruckt vom großen Starterfeld der Weltmeisterschaft. Nach einem Freilos in der ersten Runde stürmte sie mit einem 4:1 gegen die Philippinin Sarah Kamijo Pangilinan und glatten 5:0-Siegen gegen Valentina Machado Zapata (COL), Sadie Stoner (ENG) und Younmie Novo (BEL) direkt ins Finale des Kata-Bewerbes der Kadettinnen (U16). Dort traf sie auf die Japanerin Mirisa Ohuchi und holte sich Silber. „Das nächste Mal wird es Gold, dafür werde ich alles geben! Die Japaner zu schlagen ist eines meiner Hauptziele!“ kommentierte die selbstbewusste Neulengbacherin ihr sensationelles Ergebnis. Sie hatte erst vor etwas mehr als einem Jahr beim UKC Zen Tai Ryu HAK St. Pölten mit dem Hochleistungssport begonnen.

BRONZE FÜR WIENINGER


In der Altersklasse U 21 startete Kristin Wieninger mit einem 5:0 gegen die Slowenin Masa Simonic und einem 4:1 gegen die Peruanerin Xenna Capa. In Runde drei musste sie sich Lidia Rodriguez Encabo, der späteren Weltmeisterin mit 0:5 geschlagen geben, erhielt jedoch durch den Finaleinzug der Spanierin eine Trostrunden-Chance. Und diese Chance wusste die 19-jährige SLZ/BORGL-Maturantin und nunmehrige Heeres-Sportlerin, die bereits im Vorjahr bei der Heim-WM in Linz in der Allgemeinen Klasse mit Platz 5 überrascht hatte, zu nützen: Sie gewann gegen die Niederländerin Manuela van Galen und die Iranerin Fatemeh Dastak Sadeghi jeweils klar mit 5:0. Die Sensation war letztlich das 4:1 im kleinen Finale über die favorisierte Ägypterin Aya Ismail und der Gewinn der Bronzemedaille. „Man sah mich schon als Abonnentin für fünfte Plätze. Wir müssen aber keine Gegner mehr fürchten. Sie kochen alle nur mit Wasser!“ resümiert Wieninger.

Besten Resultate bei Jugend-WM

Auch die eingebürgerte Slowakin Patricia Bahledova, die zwei Jahre das St. Pöltner BORGL besucht hatte und im September 2017 ins Sportgymnasium Dornbirn übersiedelt war, gewann in ihrer Altersklasse (U18) sensationell die Silbermedaille. Bahledova hatte bereits 2015 in Jakarta WM-Bronze (U16) gewonnen. „Das war das bisher beste rot-weiß-rote Kata-Resultat bei einer Jugend-WM!“ sieht Erhard Kellner insbesondere die Jugendarbeit im SLZ und im Karate-Leistungszentrum St. Pölten bestätigt.

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