Klaus Russling
- Klaus Russling. Dieses Lenkrad für seinen ersten Rallye-Käfer hatte einst Bürgermeister Gerhard Mock per Hand gefertigt
- hochgeladen von Markus Vouk
Altstar Klaus Russling spricht über seine Rallye-Erlebnisse und zerschlägt ein
ewiges Gerücht.
ST. VEIT. ST. VEIT. Klaus Russling hat in den 70er- und 80er-Jahren rund 230 Rallyes bestritten. Er gewann zwei Staatsmeistertitel und wurde Dritter bei der Europameisterschaft 1973. Die WOCHE besuchte die Motorsportlegende und stellte ihr einige Fragen.
WOCHE: Was ist der Unterschied zu den damaligen Rallyes?
Klaus Russling: Wir fuhren Sonderprüfungen, die hundert Kilometer lang waren. Das heute sind Mickey-Maus-Rallyes. Damals waren vierzig Werksfahrer am Start.
Wieso hat das Interesse so abgenommen?
Russling: Die Motorsportbehörde hat den Veranstaltern Steine in den Weg gelegt. Klassiker wie die Semperit, die 1.000 Minuten und die München-Wien-Budapest sind dadurch gestorben.
Es gibt das Gerücht, dass Sie einmal eine Abkürzung genommen haben. Was sagen Sie dazu?
Russling: Das haben die Italiener ständig gemacht, aber in Österreich disqualifiziert man lieber einen Einheimischen. Die Berufungskommission hat uns dann freigesprochen. Außerdem gab es damals nur einen Start und ein Ziel. Welche Strecke man fuhr, war jedem selbst überlassen. Eine vorgeschriebene Strecke wurde erst später eingeführt.
Welcher Kärntner könnte in Ihre Fußstapfen treten?
Russling: Keiner. Der Kramer fährt gut, aber der hat kein ordentliches Auto. Die anderen sind einfach nur dabei.
Schauen Sie sich noch Rallyes an?
Russling: Die Weltmeisterschaft schaue ich mit im Fernsehen an. Aber zu einer Rallye zuschauen gehe ich nicht.
Was machen Sie nun, was sind Ihre Hobbys?
Russling: Ich habe eine Landwirtschaft, da ist immer was zu tun. Im Winter fahre ich nach Afrika und helfe bei Freunden auf einer Farm. Im Sommer fahre ich mit meinem alten Porsche herum.
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