11. Jänner
ORF überträgt Gottesdienst aus Gurker Dom

Der Gurker Dom zäglt zu einer der bedeutendsten romanischen Kirchenbauten Österreichs. | Foto: Diözesan-Pressestelle/Eggenberger
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  • Der Gurker Dom zäglt zu einer der bedeutendsten romanischen Kirchenbauten Österreichs.
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Am kommenden Sonntag, dem 11. Jänner, dem Fest der Taufe des Herrn, überträgt der ORF von 10 bis 11 Uhr österreichweit im Programm der Regionalradios Ö2 sowie im Fernsehen auf ORF 3 den Gottesdienst aus dem Gurker Dom. Bischofsvikar Gerhard Christoph Kalidz, Stiftspfarrer in Gurk, Provisor in St. Jakob ob Gurk und Zweinitz, Dechant des Dekanates Gurk, Mitglied der Bistums-Geschäftsführung, Ökonom des Gurker Domkapitels und Bischofsvikar für die Caritas und für Soziale Dienste, wird den Gottesdienst feiern. Musikalisch gestaltet wird die hl. Messe von der Familienmusik Aichern, der Bauernkapelle Isopp (Leitung: Gottfried Isopp) und der Volksschule Gurk. An der Orgel spielt Andrej Feinig.

GURK. In seiner Predigt werde der Gurker Stiftspfarrer „gemeinsam mit den Kindern der Volksschule auf Johannes den Täufer blicken, der Jesus getauft hat und ein Zeuge dafür ist, dass das Leben in Gott ein wertvolles und beglückendes ist“. Er wünsche sich „von ganzem Herzen, mit diesem Gottesdienst viele Menschen erreichen zu können, besonders auch jene, die aufgrund Krankheit oder anderer Umstände den Sonntagsgottesdienst nicht in einer Kirche feiern“, so Kalidz.

"Geistliche Wiege"

Die heutige Pfarr- und Wallfahrtskirche sowie ehemalige Domkirche „Mariä Himmelfahrt“ ist ein weltweit bekanntes Schatzhaus christlicher Kunst und gilt als einer der schönsten Sakralbauten Europas. Mit dem dreischiffig basilikalen Raum, den drei Apsiden im Osten, dem mächtigen Querhaus und der massiven doppeltürmigen Westfassade zählt der Gurker Dom zu einer der bedeutendsten romanischen Kirchenbauten Österreichs und ist „geistliche Wiege“ der Diözese Gurk. Der Bau der monumentalen Bischofskirche wurde durch Bischof Roman I. (1131-1167) begonnen und um 1200 vollendet. Bereits 1174 wurden die Reliquien der hl. Hemma in die 100-säulige Krypta übertragen. Der von mittelalterlichen Kopfplastiken getragene Sarkophag wurde im 18. Jahrhundert versetzt und barock ummantelt. Ihr Grab ist heute Ziel zahlreicher Pilgerinnen und Pilger.
Das Südportal mit dem Tympanonrelief des segnenden Christus und die Figuralplastik an der Mittelapsis des Querhauses stammen aus dem 12. Jahrhundert. Das Äußere der Kirche hat trotz Veränderungen in der Barockzeit (17. Jahrhundert) weitestgehend sein authentisches Aussehen bewahrt. Im Westen betritt man die Kirche durch eine 1988 von Thomas Hoke geschaffene Metalltür und gelangt zunächst in die Vorhalle, die erst im 14. Jahrhundert an der Westseite geschlossen und mit Glasmalereien ausgestattet wurde. Die Nord- und Südwand der Vorhalle erhielt eine äußerst qualitätvolle Freskenausstattung (um 1340) mit einer Szenenfolge aus dem Alten und Neuen Testament. Den Höhepunkt dieses Vorraumes bildet das siebenfach abgestufte, ehemals farbig gefasste, vor 1200 geschaffene Gewändeportal, das reich mit Ornamentbändern ausgestattet ist und die kostbar mit figuralen Reliefs ausgestatteten Holztüren umrahmt. Über der Vorhalle zwischen den Türmen befindet sich die Westempore mit der Bischofskapelle, welche mit einem der umfangreichsten und kunsthistorisch bedeutendsten Wandmalereizyklen Europas am Übergang von der Spätromanik zur Frühgotik im sogenannten Zackenstil ausgestattet ist. Im monumentalen und basilikal abgestuften Innenraum wird das Mittelschiff von mächtigen Pfeilern getragen und von einem gotisierenden, erst 1591 eingezogenen Netzrippengewölbe abgeschlossen.

Ausstattung des Domes vom Barock bestimmt

Beherrschend ist dabei der die volle Höhe des Chorschlusses einnehmende vielfigurige Hochaltar (1625 – 1632) in Goldfassung mit der Hauptskulpturengruppe Himmelfahrt Mariä von Michael Hönel. Eine überragende Sonderstellung hat der vor die Kryptaabstufung gesetzte Kreuzaltar mit der meisterhaft komponierten Engelpietà (1740) aus Bleiguss von Georg Raphael Donner inne.
Als plastische Dokumente der Gotik haben sich die sechs an den Wänden der Oberkirche angebrachten Reliefs aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts erhalten, die Szenen aus der Hemma-Legende schildern.
Die „Schatzkammer Gurk“ beherbergt in zehn Ausstellungsräumen rund 275 Exponate, die nach Epochen von der Romanik bis zum Barock gegliedert sind.

Der Gurker Dom zäglt zu einer der bedeutendsten romanischen Kirchenbauten Österreichs. | Foto: Diözesan-Pressestelle/Eggenberger
Gerhard Christoph Kalidz, Stiftspfarrer in Gurk | Foto: Diözesan-Pressestelle/Helge Bauer
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