Streunende Tiere sind ein Problem

Tierarzt Reinhard Strafner ortet das Problem der Streunerkatzen eher in Landgemeinden
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Landesaktion zur Eindämmung der Katzenvermehrung wird selten genutzt.

Morgen ist wieder Welttierschutztag, der die Menschen daran erinnern soll, den Tieren ein Leben ohne Leiden, Schmerzen und Schäden zu ermöglichen. Das gilt natürlich auch für Haustiere "ohne Haus", wie jene herrenlosen Katzen, die streunend ihr Dasein fristen. In der Rangliste der beliebtesten Vierbeiner sind sie ja in der Bevölkerung nicht unbedingt ganz oben anzutreffen. Dazu kommt vor allem das Problem der unkontrollierten Vermehrung, welches eigentlich nur durch flächendeckende Kastration wirklich in den Griff zu bekommen ist. Die WOCHE hat sich im Bezirk umgesehen, wie mit diesem Thema umgegangen wird.

Drittellösung

Das Land Kärnten hat vor einigen Jahren eine Gutscheinaktion ins Leben gerufen, die eine kostengünstige Kastration von verwilderten Katzen ermöglicht. Die Finanzierung übernehmen zu je ein Drittel das Land, die Gemeinde und der Tierarzt (durch anteiligen Honorarverzicht). Aus Sicht der Tierschutzombudsstelle ist diese Aktion äußerst wichtig um das Problem der ungehinderten Vermehrung von streunenden Katzen zumindest ein wenig einzudämmen: "Eine Katze wirft im Durchschnitt zwei Mal im Jahr drei bis sechs Junge. Auch wenn nicht alle überleben wächst die Population rasch an und durch zunehmende Revierkämpfe kommt es zur Ausbreitung von Seuchen und anderen Erkrankungen", berichtet Inrid Fischinger, Tierschutzombudsfrau des Landes Kärnten. Auch Tierärzte wie Reinhard Strafner aus Glandorf sehen die Gutscheinaktion positiv: "Es kommt ja immer wieder vor, dass Tierliebhaber für Kastrationen von Katzen bezahlen, die ihnen gar nicht gehören".

Schwache Beteiligung

Wer annimmt, das Modell würde dazu führen, dass die streunenden Tiere nun flächendeckend eingefangen, kastriert und an ihrem Fundort wieder ausgelassen werden, irrt. Im Bezirk St. Veit an der Glan haben sich heuer gerade einmal sieben von zwanzig Gemeinden dazu entschlossen, Gutscheine zu erwerben. So hat sich zum Beispiel die kleine Gemeinde Glödnitz beteiligt, die Stadt Friesach nicht. In St. Veit ist man zurückhaltend: Laut Pressesprecher Fritz Orasch wurden 2011 gar keine Gutscheine angekauft. Heuer waren es zehn Stück, die aber bereits alle ausgegeben wurden.

Tierarzt Reinhard Strafner ortet das Problem der Streunerkatzen eher in Landgemeinden
Ein Streuner, der ohne Hilfe der Stadt St. Veit kastriert werden musste
Autor:

Peter Pugganig aus St. Veit

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