Althofens Stadtrat Klaus Trampitsch will für Neues offen sein

SP-Stadtrat Klaus Trampitsch: "Derzeit ist die Arbeit im Gemeinderat geprägt von konstruktiver Kommunalpolitik"
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Nach den Wahlen kam es zu einer Verjüngung im Team.
KLAUS TRAMPITSCH: Nachdem wir drei Mandate verloren haben, gab es keine andere Alternative. Wir müssen den Bekanntheitsgrad der vier Gemeinderäte und deren Ersatzmitglieder steigern.

Wie sieht Ihre Parteiarbeit aus?
Ich möchte offen sein für neue Ideen und die Partei nach außen hin öffnen. Jeder, der aktiv mitarbeiten will, ist willkommen, auch ohne Parteimitgliedschaft. Ich bin viel unterwegs, ich möchte wissen, wo der Schuh drückt.

Wie ist die Arbeit im Althofner Gemeinderat?
Es herrscht ein guter Diskussionsprozess zur Entscheidungsfindung. Ich lege Wert darauf, dass Anträge der Bürger zeitnah erledigt werden, was in der Vergangenheit oft nicht der Fall war. Das fordere ich von allen politischen Mitbewerbern ein.

Wie sehen Sie die Arbeit als Oppositionspartei?
Wir arbeiten zum Wohle der Bürger. Wir sind nicht automatisch gegen etwas, nur weil wir in der Opposition sind. Entscheidungen, die unserer Meinung nach Sinn machen und Althofen weiterbringen, tragen wir mit.

In Althofen werden immer wieder Stimmen nach einem Citymanager laut.
Dieser ist eine Kostenfrage und für Althofen nicht leistbar. Ich glaube, man sollte eher mit Agenturen projektbezogen arbeiten.

Wie beim Weihnachtsmarkt?
Ja. Ich habe im Auftrag des Bürgermeisters den Weihnachtsmarkt organisiert, es wurde mit einer St. Veiter Agentur zusammengearbeitet. Osteraktivitäten und ein Sommerfest sind in Planung.

Der Hauptplatz ist ein leidiges Thema ...
Der Weihnachtsmarkt war ein Test, ob der Platz als zukünftiger Hauptplatz angenommen wird. Der Schulpark der NMS eignet sich sehr gut, er strahlt Atmosphäre aus. Ich glaube es ist wesentlich, dass es einen Begegnungsplatz gibt.

Sie haben das Referat Raumplanung.
Es wurde mir zugeteilt. Es gilt, ein neues Ortsentwicklungskonzept zu erstellen, wo bei der Erarbeitung der wesentlichen Zielsetzung die Bürger eingebunden werden sollen. Im Rahmen der Ortsentwicklungsplanung sollen im Sinne einer offenen Planung die Entwicklungsziele für die kommenden zehn Jahre festgelegt werden.

Gibt es eine Nachfrage nach Wohnungen?
Ja, für den innerstädtischen Bereich ist sie sehr hoch. Das Wohnungsreferat liegt mir sehr am Herzen. Ich plädiere für einen Bau von leistbaren Mietwohnungen unter Berücksichtigung von Mehrkindfamilien. Derzeit sind Wohnung mit zwei Kinderzimmern so gut wie nicht verfügbar.

Althofen ist ja flächenmäßig eine kleine Gemeinde. Gibt es noch Braugründe?
Aufschließung von weiteren Baugründen z.B. in Krumfelden, wobei der Bau einer Zu- bzw. Abfahrt unbedingt erforderlich ist. Die weitere Bebauung im Bereich der Eisenstraße ist abhängig vom Ergebnis des Gefahrenzonenplanes (Ledererbach), der vom Land Kärnten derzeit erstellt wird.

Sie kritisieren das Verkehrskonzept?
Ja, denn es gibt keines. Außerdem sind einige Straßen desolat, der Knappensteig muss renoviert werden. Das veraltete Verkehrskonzept muss auf die heutigen Bedürfnisse angepasst werden. Wir brauchen eine Lösung für einen Gehsteig im Bereich Eisenstraße Höhe Zechner/Winkelwirt.

Sie sind gegen das Bauen auf der grünen Wiese?
Die Kaufkraft in der Innenstadt muss erhalten bleiben. Siedeln sich mehr Geschäfte am Ortsrand an, stirbt die Innenstadt. Wir wollen nicht den gleichen Weg anderer Städte gehen, wie etwa Friesach, wo die Innenstadt bereits ausgestorben oder St. Veit, die mit massiven Frequenzproblemen zu kämpfen haben. Daher sage ich nein zu einem Einkaufszentrum am Stadtrand, vielmehr sollen Bemühungen für die Vermietung der Geschäftslokale wie Mautz forciert werden.

Ist der Bedarf an Pflegeplätzen in der Stadt hoch?
Der Bedarf wird immer größer, derzeit müssen Pflegeheime der umliegenden Gemeinden in Anspruch genommen werden. Angedacht werden soll der Bau eines Alten- und Pflegeheimes, damit Menschen im Alter nicht von Althofen wegziehen müssen.

Kriminalbeamter als SP-Stadtrat

Bei den Gemeinderatswahlen 2015 verlor die SPÖ Althofen drei Mandate. Vize-Bgm. Ewald Obmann und StR Stefan Gasser legten alle Ämter zurück. Der Dritte der Liste, Klaus Trampitsch, wurde zum geschäftsführenden Parteiobmann bestellt. Vor Kurzem wurde Trampitsch offiziell mit 100 % zum Obmann der SPÖ Althofen gewählt. Er ist seit zwölf Jahren im Gemeinderat, seit den Wahlen ist er Stadtrat (Referent für Raumplanung, Land- und Forstwirtschaft, Wohnungsvergaben und Wohnbau).

Zur Person
Der 52-Jährige ist verheiratet, zwei Kinder. Er ist Kriminalbeamter in Klagenfurt und für Wirtschaftskriminalität zuständig. Er absolvierte zusätzlich das Studium Erziehungs- und Bildungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozial- und Integrationspädagoik.

Autor:

Bettina Knafl aus St. Veit

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