Interview
Manuel Kerhe: "Habe im Wörthersee Stadion noch nicht oft verloren"

Manuel Kerhe

Am Freitag (19.10 Uhr) empfängt die Austria Klagenfurt die SV Ried zum Gipfeltreffen in der 2. Liga. Mittendrin ist der St. Veiter Manuel Kerhe. Im WOCHE-Interview spricht der Ried-Verteidiger über seine Erinnerungen an das Klagenfurter Stadion, Erwartungsdruck und seine Karrierepläne. 

WOCHE: Das Frühjahr beginnt gleich mit einem Kracher, noch dazu in Ihrer Heimat. Wie besonders ist diese Begegnung für Sie?
MANUEL KERHE: In der Heimat zu spielen ist natürlich immer schön, es werden natürlich auch viele Bekannte im Stadion zusehen. Ich freue mich auf das Duell mit der Austria Klagenfurt, obwohl es nicht mehr der gleiche Traditionsverein ist, den ich früher in Kärnten erlebt habe.

Welche Erinnerungen an Ihre Zeit als Spieler in Kärnten sind bis heute präsent?
Natürlich in erster Linie die Zeit beim WAC mit den ganzen Aufstiegen von der Regionalliga bis in die Bundesliga. Das hat mich als Spieler auch am meisten geprägt. Auch das Wörthersee Stadion ist für mich ein positiver Ort. An den 1:0-Sieg mit dem WAC gegen Salzburg vor 20.000 Zusehern kann ich mich besonders gut erinnern. Auch das Testspiel gegen Chelsea war ein spezieller Moment. Ich habe in diesem Stadion noch nicht viel verloren. 

Ist die 1:3-Niederlage aus der Hinrunde noch in euren Köpfen?
Nein, daran denkt von uns niemand mehr. Wir haben den Herbst mit einem guten Lauf von neun Siegen in Folge als Tabellenführer beenden können, denken jetzt nur von Spiel zu Spiel. Das Spiel in Klagenfurt wird nicht die gesamte Meisterschaft entscheiden.

Was erwartet Sie auf Ihrer Position als Rechtsverteidiger?
Wir wissen natürlich wie sie spielen. Auch ich habe noch meine Spitzel in Kärnten, die mir von den Testspielen der Austria berichten. Bei uns haben sie sich in der zweiten Halbzeit stark aufs Kontern verlegt. Ich weiß natürlich wer meine Gegenspieler sein werden, aber da gibt es nichts Spezielles auf das ich schaue. 

Sind Sie mit ihren persönlichen Leistungen bisher in der Saison zufrieden?
Ich mag Zufriedenheit als Wort nicht – das bedeutet immer Stillstand. Aber ich bin gut in Form, habe auch als Außenverteidiger meine Tore und Assists gemacht.

Wie beurteilen Sie die Ausgangslage vor dem Spitzenspiel in Klagenfurt?
Für uns ist der Druck klar höher. Die SV Ried ist vor wenigen Jahren erst abgestiegen. Das gesamte Umfeld brennt auf den Wiederaufstieg. Damit sind auch wir Spieler ständig konfrontiert.

Wohin wird Ihr persönlicher Weg noch führen?
Ich habe noch bis 2021 Vertrag in Ried. Meine Familie und ich fühlen uns sehr wohl hier, auch das Umfeld ist extrem nett. Sollten wir aufsteigen steht noch ein Jahr Bundesliga am Plan, dann schaue ich weiter. Ich will dem Profifußball auf jeden Fall lange genug erhalten bleiben. 

Gedanken an ein mögliches Karriereende bei Heimatverein SK Treibach gibt es noch nicht?
Nein gar nicht. Jetzt will ich einfach weiter meinen Fußball spielen. Ich bin auch von der Fitness immer noch top drauf. Natürlich verfolge ich aber den SK Treibach über Live Ticker oder wenn ich in Kärnten bin auch direkt am Platz, mein Bruder spielt ja auch beim Verein. Der Kontakt ist auf jeden Fall immer noch da. 

Zur Person

  • Name: Manuel Kerhe 
  • Geboren am 3. Juni 1987 (32) in St. Veit/Glan
  • Größe: 1,72 Meter
  • Position: Rechter Verteidiger, Rechter Mittelfeldspieler
  • Karrierestationen: SK Treibach (2005-2007), SV Bad Aussee (2007-2008), SV Grödig (2008-2009), Wolfsberger AC (2009-2015), LASK Linz (2015-2017), SV Ried (seit 2017)
  • Größte Erfolge: Aufstieg in die Bundesliga (2012, 2017)
  • Vertrag: bis Juni 2019
  • Marktwert: 300.000 Euro (laut transfermarkt.at)
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Autor:

Stefan Plieschnig aus St. Veit

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