Neustift sagte "Nein" zur Zubringerbahn

Der Gemeinderat Neustift hat am Dienstag mit neun zu acht Stimmen "Nein" zu einer Überspannung des Gemeindegutsagrargemeinschafts-Grundstücks durch die Zubringerbahn gestimmt.
  • Der Gemeinderat Neustift hat am Dienstag mit neun zu acht Stimmen "Nein" zu einer Überspannung des Gemeindegutsagrargemeinschafts-Grundstücks durch die Zubringerbahn gestimmt.
  • hochgeladen von Katharina Ranalter (kr)

NEUSTIFT (kr). Schon seit langer Zeit laufen Verhandlungen, Planungen und Gespräche rund um die Zubringerbahn, die von Neustift direkt in die Schlick hinauf führen sollte. Die geplante Lifttrasse hätte dabei rund 500 Meter über ein Grundstück der Gemeindegutsagrargemeinschaft Neustift führen sollen – damit das möglich ist, musste der Gemeinderat in der gestrigen Sitzung darüber abstimmen. Das Ergebnis: Acht Stimmen gegen die Überspannung, acht Stimmen für die Überspannung und eine Enthaltung. Damit ist das Projekt Zubringerbahn in dieser Form nicht mehr möglich.

Verschiedenste Meinungen

Im Vorfeld der Abstimmung präsentierten Schlick-GF Martin Pittl und TVB Stubai-GF Roland Volderauer das Projekt dem Gemeinderat. Darin wurde die Notwendigkeit eines Ausbaus einer Skiregion zusätzlich zum Gletscher betont, da dies zunehmend von den Touristen gefordert wird. Außerdem wolle man damit neue Gästegruppen ansprechen und sich als einer der größten Wintersportorte in ganz Österreich weiterentwickeln.
Eine hitzige und lange Diskussion folgte, bei der so gut wie jeder Gemeinderat seine Meinung zur Zubringerbahn kundtat. Vizebürgermeister Andreas Gleirscher von der Gemeinschaftsliste Neustift sagte: "Wir sind nicht generell gegen den Tourismus – aber wir sind gegen dieses Projekt, weil zu vieles einfach nicht stimmig ist." Der freie Mandatar Patrick Berger warf die Frage in den Raum, ob es richtig sei, immer noch mehr zu bauen oder ob man nicht doch lieber Bestehendes verbessern solle. Friedrich Siller (Zukunft Neustift) hatte Bedenken ob der Möglichkeit der Trassenverlegung, die im Vertrag angeführt ist. Martin Pfurtscheller (Für Neustift) betonte, dass es keine andere Alternative als dieses Projekt gäbe. Schließlich betonte Bürgermeister Peter Schönherr, dass er das Projekt für Neustifts Weiterentwicklung im Bereich Tourismus als essentiell betrachte – und: "Mit der Zubringerbahn würden wir eine bestehende Skiregion stärken und somit auch einen Mehrwert für alle Vermieter im Tal schaffen."

"Entscheidung ist zu akzeptieren"

Dass die Entscheidung des Gemeinderates schlussendlich knapp mit "Nein" ausgegangen ist, sei natürlich nicht erfreulich, so TVB-Obmann Sepp Rettenbacher: "Wir glauben, dass es touristisch für Neustift und das ganze Stubaital sehr wichtig gewesen wäre." Ausschlaggebend für den Einsatz des TVBs in diesem Projekt ist die Entscheidung in der TVB-Generalversammlung Ende des Jahres 2014 gewesen, bei der 95 % dem Projekt positiv gegenüber standen, so Rettenbacher: "'Nichts desto trotz ist die Entscheidung des Gemeinderates getroffen worden und sie ist natürlich zu akzeptieren." 
Wie es jetzt mit dem Projekt weitergeht, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Man wolle sich zuerst mit allen Gesellschaftern abstimmen und die weitere Vorgehensweise besprechen. 

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