Peter Veider: "Ich sehe viele Vorteile für das Bergland Tirol"

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NAVIS/TIROL (kr). Peter Veider ist in Hopfgarten im Defereggen geboren und aufgewachsen, wohnt in Navis und ist bei der Ortsstelle St. Jodok. Seit 1986 ist er bei der Bergrettung, seit 1996 ist er Ausbildungsleiter und seit dem Jahr 2004 Geschäftsführer der Bergrettung Tirol. Zu "Olympia 2026" in Tirol sagt er klar "Ja". Die Gründe dafür lesen Sie im BEZIRKSBLÄTTER-Interview.

in Hopfgarten in Defereggen geboren und aufgewachsen. Bin bei der Ortsstelle St. Jodok und wohne in Navis.

BEZIRKSBLÄTTER (BB): Herr Veider, waren Sie von Anfang an überzeugt von Olympia 2026 in Tirol?
Peter Veider: Ehrlich gesagt nein. Anfangs war ich gegen eine Bewerbung für Olympia. Als ich aber dann die Olympia-Studie genau durchgelesen habe, habe ich aber dann nichts wirklich Negatives daran gefunden. Die große Bedingung dabei ist aber, dass alles genau so durchgeführt wird, wie es in der Studie angeführt ist. 

BB: Was meinen Sie da im Speziellen?
Veider:  Als Bergführer, Skilehrer und sich viel in der Natur bewegender will ich ganz klar betonen, dass ich gegen Projekte bin, bei denen der Natur noch mehr Platz genommen wird, wie es sowieso schon der Fall ist – man muss nicht noch mehr zerstören. Bei der Olympia-Studie geht jedoch klar hervor, dass in dem Sinne eigentlich keiner neuen Sportstätten geschaffen werden, sondern die bestehenden verbessert werden. Man kann Olympische Spiele 2026 in Tirol als Anlass nehmen, Bestehendes auszubessern und vor allen Dingen das enorme Potential, das bereits vorhanden ist, nutzen. 

BB: Wie würde sich Olympia für die Bevölkerung auswirken?
Veider: Durch die Erneuerungen der Sportstätten würde man einen Impuls für mehr Sport in der Bevölkerung schaffen. Vor allem die Jugend würde dazu bewegt werden, sich mehr zu bewegen. Gerade in der heutigen Zeit ist es sehr schwierig geworden, der Jugend sportliche Aktivitäten näher zu bringen.

BB: Warum ist das Ihrer Meinung nach so?
Veider: Die rechtlichen Aspekte sind heute schon derartig verschärft worden, dass sich Lehrpersonen schon fast gar nicht mehr trauen, mit den Kindern Sport zu treiben – die Gefahr einer Verurteilung, sobald etwas schief geht, ist einfach zu hoch. In der Hinsicht wäre Olympia ein ideales Signal, damit die Jugend lernt, sich entsprechend ihrem Umfeld der Tiroler Berge zu bewegen und in die Natur hinaus zu gehen. 

BB: Was würde Olympia für das Stubai und Wipptal bedeuten?
Veider:  Das Stubai und Wipptal ist in der näheren Umgebung von Innsbruck. Daraus ergeben sich viele Möglichkeiten für Trainierergruppen: Viele werden vermutlich im Vorfeld und auch nach den Spielen zum Trainieren kommen. Dadurch entsteht dann eine Art Nachhaltigkeit für die Region: Durch Olympia würden auch viele Interesse an einem Besuch in Tirol nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer haben. Aber nichts desto trotz sollte man Olympia in erster Linie für die einheimische Bevölkerung bewerben, nicht für den Tourismus. Denn die Einheimischen sind es, die das Sport- und Bergland Tirol nach außen vertreten. 

BB: Was ist Ihnen abschließend wichtig zu betonen?
Veider: Für mich ist das Um und Auf, dass das, was in der Studie und seitens der Politik versprochen wird, auch ganz klar so eingehalten wird – mein Ja gebe ich nämlich nur unter diesen Bedingungen. Wenn alles so kommt wie versprochen, dann sehen ich keine Nachteile für Tirol, sondern viele Vorteile!

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