Dosiersystem und Lärmschutz

Lkw-Dosiersystem, Attraktivierung der Schiene, Lärmschutz – das sind aktuelle Themen der Verkehrspolitik.

GEBIET (kr). Speziell auf das Wipptal bezogen, gibt es einige Anträge im Landtag, die zu einer Verbesserung der gesamten Verkehrs- und Lärmbelastungssituation beitragen sollen.

Lkw-Dosiersystem

"Eine ganz wichtige Maßnahme, die zur Verbesserung der Verkehrssituation im Jahr 2018 beigetragen hat, war das Lkw-Dosiersystem", betont der im Landtag für den Verkehr zuständige LA Florian Riedl (VP). Durch die Überlagerung des Pendlerverkehrs mit dem Urlauberverkehr und dem Lkw-Verkehr kommt es an Spitzentagen zu Verkehrsspitzen. Dadurch, dass in Kufstein stündlich nur noch rund 300 Lkw durchgelassen wurden, sei es auch am Brenner zu Entlastungen im Verkehr gekommen. LA Riedl: "Als Maßnahme, um die Situation am Brenner künftig zu verbessern, sehe ich den Ausbau des Dosiersystems als derzeit einzige Möglichkeit."Schaut man sich im Verkehrsbericht des Landes Tirol für das Jahr 2017 an, dann ist deutlich zu erkennen, dass es vor dem Dosiersystem eine Spitze an sehr vielen Lkws, die auf einmal durch Tirol wollten gegeben hat. Mit dem Dosiersystem gab es eine deutliche Entzerrung dieser Spitze und die Flüssigkeit des Verkehrs war gegeben", beschreibt Riedl.

Attraktivierung der Schiene

Neben dem Dosiersystem sieht Riedl auch die weitere Attraktivierung der Schiene als bedeutend für eine Entlastung der Wipptaler Bevölkerung in Sachen Verkehr: "Innerhalb von kürzester Zeit könnten rund 100.000 Lkw von der Straße auf die Schiene verlagert werden – Voraussetzung dafür ist eine Effizienzsteigerung der Zeit", erklärt Riedl. Das Problem sei, dass der Ablauf, bei dem ein Lkw von der Straße auf die RoLa verlagert wird, zu lange dauert. Dadurch würden viele Frächter die Straße wählen, um nicht zu viel Zeit zu verlieren.
"Am Brenner gibt es außerdem das Problem, dass es Unterschiede im Hinblick auf die Sicherheitsmaßnahmen gibt und es einer Harmonisierung der Bahnsysteme von Österreich und Italien braucht", so Riedl. Fazit: Am Brenner muss ausgefahren werden und dadurch geht wiederum Zeit verloren. LA Riedl: "Mein Ziel wäre, dass die Züge von Wörgl bis Verona durchgehend fahren könnten, ohne am Brenner einen Zwischenstopp einlegen zu müssen. Dafür müssen aber die Rahmenbedingungen des Bahnverkehrs vereinheitlicht werden."
Lärmschutzmaßnahmen
Würde man durch die Vereinheitlichung der Rahmenbedingungen des italienischen und österreichschen Bahnverkehrs es schaffen, 100.000 Lkw auf die Schiene zu verlagern, dann darf eines laut Riedl nicht außer Acht gelassen werden: "Durch eine solche Verlagerung entsteht natürlich auch mehr Lärm entlang der Bahntrasse. Es darf hier keine Diskussion geben, dass der Lärmschutz dementsprechend ausgebaut und verbessert wird, um die Wipptaler Bevölkerung zu entlasten." Die Lärmschutzoffensive sei bereits beschlossen, so Riedl: "Ich werde dafür sorgen, dass so viel Geld wie möglich für den Lärmschutz im Wipptal zur Verfügung gestellt wird."

Autor:

Katharina Ranalter (kr) aus Stubai-Wipptal

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