05.04.2017, 12:30 Uhr

In die "rote Zone" gerutscht

Durch die Neubewertung des Gefahrenbereiches rund um den Oberbergbach wurden einige Flächen als "rote Zone" bewertet.

Einige Grundflächen in Neustift sind beim neuen Gefahrenzonenplan als "rote Zone" eingestuft worden.

NEUSTIFT. Seit Montag liegt in Neustift der neue Gefahrenzonenplan, der von der Wildbach- und Lawinenverbauung Sektion Tirol ausgearbeitet wurde, auf. Im Vorfeld informierte Josef Plank, Leiter für den Bereich Mittleres Inntal bei der Wildbach- und Lawinenverbauung, bei einem Informationsabend im Freizeitzentrum die betroffenen Gemeindebürger.
Im Zuge der Neubewertung der Gefahrenzonen durch die Wildbäche mussten einige gelbe und rote Zonen ausgeweitet werden. Besonders betroffen sind beispielsweise Grundflächen beim Oberbergbach in Milders: Hier sind einige Flächen in die rote Zone gerutscht. Für die Grundbesitzer hat das einige Folgen.

Mehr Wasser und Geschiebe

Der Oberbergbach fließt, wie der Name schon sagt, vom Oberbergtal herab und mündet in Milders in die Ruetz. Bei der Bewertung des Gefahrenpotentials, das von diesem Bach ausgeht, hat die Wildbach- und Lawinenverbauung festgestellt, dass durch die große Menge an Wasser und Geschiebe, die der Bach mit sich bringt, die Sicherheit für Häuser in einem bestimmten Bereich um den Bach nicht mehr sichergestellt werden kann. Deshalb wurde die gelbe und auch die rote Zone in bestimmten Bereichen ausgeweitet. In der Folge sind einige Grundstücke nun in der roten Zone. Besonders heikel ist die Situation nun für diejenigen, die in nächster Zeit auf einem solchen Grundstück neu bauen wollten – denn es ist beinahe unmöglich, einen Neubau in einer solchen Zone umzusetzen.

Maßnahmen setzen

Eine Lösung für das Problem wäre laut Plank beispielsweise ein Verbauungsprojekt, damit die Zonen wieder als grün beziehungsweise gelb bewertet werden können. Ein genauer Zeitplan dafür wurde nicht genannt.
Bürgermeister Peter Schönherr betonte: "Die Möglichkeiten beschränken sich darauf, dass wir schnell eine Lösung dafür finden und vorantreiben. Darum werden sich alle Beteiligten bemühen. Wir lassen mit Sicherheit keinen hängen!" Auch Josef Plank sagt: "Es ist natürlich auch in unserem Interesse, hier eine passende Lösung für alle Beteiligten zu finden."

Sperre bei Pinnisbach

Priorität Nummer 1 hat jedoch derzeit die Sperre beim Pinnisbach. Diese soll bis Juni wiederhergestellt werden, damit die Sicherheitsproblematik in diesem Bereich behoben werden kann. Josef Plank betont: "Daran arbeiten wir intensiv. Wenn die Sperre fertig ist, dann sind die Gefahrenzonen in diesem Bereich wieder dieselben wie zuvor."
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